Alles natürlich nur ein bedauerlicher Einzelfall

Wien ist offenbar dem „Untergang“ geweiht. Man könnte fast meinen, dass es zwischen Wiens „führenden“ Politikern, die bereits unter sich den Wettbewerb, wer das meiste Steuergeld in kürzester Zeit verblasen kann, austragen und dem menschlichen Abschaum, der Wiens Straßen bevölkert, wettgeeifert wird, wer den Wienern mehr Schaden zufügen kann – die Politik oder der alternative Lebensstil der geistig nicht so Gesegneten.

Unsere wackeren Kämpfer für Recht und Ordnung haben wieder einmal mehr dafür gesorgt, dass es in Wien ein bisschen sicherer geworden ist. Ein paar Angehörige jener Gruppe, die in naher Zukunft einmal ihren Beitrag im Rahmen unseres Pensionssystems leisten sollten – für sie gilt natürlich die Unschuldsvermutung – dümpelten offensichtlich weit entfernt von jeglicher Wertvorstellung durch ihr jämmerliches Dasein.

Wie vertreibt man sich denn so als Jugendlicher im Alter von 14 bis 17 Jahren die Zeit? Mit dem Lesen von Büchern? Einem Computerspiel? Oder nur mit dem Herumhängen auf Plätzen, die zum Verweilen einladen sollen, wo man dann vorbeieilende Passanten anpöbeln oder belästigen kann? Nichts macht mehr Spaß, als ein altes Muttchen fast zu Tode zu erschrecken.

Nein, natürlich nicht auf diese Weise. Das ist doch nicht so richtig lustig. Man kann schließlich alles toppen.

Zum Beispiel „Einbruch“. Man schlägt aus der Langeweile Kapital und geht einfach einbrechen – ein Imbissstand soll gleich viermal aufgebrochen worden sein. Ja das ist Chuzpe. Und wenn dann das auch nicht mehr gefällt, ja, dann müssen eben Autos oder Mistkübel brennen. Und zu guter Letzt, darf man den in Österreich so beliebten Osteuropäischen Nationalsport, den Diebstahl, nicht vergessen.

Insgesamt 90 „Events“ werden unseren jungen Hoffnungsträgern angelastet, Schadenshöhe ungefähr 250.000 Euro, bis jetzt. Ja, da schlägt das Wiener Herz natürlich gleich etwas höher.