Auf den Kopf gefallen?

Die GrünenDie Grünen wollen einen „Urlaubsanspruch“ für Arbeitslose, also eine Zeit, in der sie nicht aktiv Arbeit suchen und für eine Jobvermittlung zur Verfügung stehen müssen. Nach 90 Tagen Bezug von Leistungen des Arbeitsmarktservice sollten fünf verpflichtungsfreie Tage zulässig sein.

Das wären im Jahr bis zu 20 Tage, fordern die Grünen in einem Entschließungsantrag, der am Mittwoch eingebracht wurde. Unselbstständige Arbeitnehmer haben zumindest fünf Wochen Urlaubsanspruch, vergleichen die Grünen in ihrem Antrag. („vienna.at“)

Sie wollen also einen „Urlaubsanspruch“ für Arbeitslose. Gut, arbeitslos zu sein ist keine angenehme Sache. Das Geld ist mehr als nur knapp und man kommt sich ausgesprochen nutzlos vor. Wahrscheinlich gilt dies nur für jene Menschen, die das Sozialsystem nicht als Füllhorn, als Einkommensquelle, als Finanzier des eigenen arbeitsfreien Weltbildes sehen.

Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass jemand, der ernsthaft auf der Suche nach Arbeit und schon länger ohne Beschäftigung ist, die Nerven und die Barmittel für einen Urlaub, und womöglich auch noch im Ausland, haben wird.

Natürlich muss man aber jenen Arbeitslosen unter die Arme greifen, die auf  Grund von chronischer Arbeitsunwilligkeit nicht mehr in der Lage sind, für ihren Lebensunterhalt durch eine regelmäßige Erwerbstätigkeit zu sorgen.

Seien wir doch toleranter und bringen für diese, vom Schicksal so gebeutelten Menschen mehr Verständnis auf. Es ist doch nicht so leicht, den verlockenden Angeboten des Arbeitsmarktservices zu widerstehen und sich nicht dem Stress einer regelmäßigen Arbeit auszusetzten.

Hat man es nun mit etwas Selbstdisziplin geschafft, auf Dauer erfolgreich den Verlockungen des Arbeitsmarktes zu widerstehen, muss man doch Maßnahmen setzen, um nicht am „Burn-out-Syndrom“ zu erkranken und da kämen einem gerade diese 20 Tage recht.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!