Bei den Wiener Linien stinkt es gewaltig

Und sie sind schon wieder in den Schlagzeilen.  Natürlich nicht im positiven Sinne. Warum auch. Die Wiener Linien müssen sich ja auch nicht um zufriedene Kunden bemühen, Qualität und Service bieten. Warum auch, es gibt doch ohnehin keine Alternative, keine Ausweichmöglichkeit für frustrierte Kunden. Dafür hat Maria Vassilakou mit ihrer Verkehrspolitik schon gesorgt. Eine wahrlich profitable Psychose Symbiose: Rot-Grün, aber nur für die Stadtverwaltung.

Diesmal, meine lieben Leser und Leserinnen, geht es nicht um etwas, dass sie gemacht haben, sondern um etwas, dass sie nicht gemacht haben. Vor geraumer Zeit haben sie die Kontrolle über die Toiletten im Bereich der  Stationen der Öffentlichen Verkehrsmittel übernommen. Bis zu dieser „Machtübernahme“ war die Stadt Wien dafür verantwortlich.

Und wie das so ist, wenn die Stadt Wien die Kontrolle über etwas hat, dann verkommt es auch, wird herabgewirtschaftet. Und die öffentlichen Toilettanlagen im Bereich der öffentlichen Verkehrsmittel, naja, die bilden da auch keine Ausnahme.

Seit einem Jahr sind die Wiener Linien nun für die öffentlichen Toiletten in den Öffi-Stationen zuständig. Wirklich verbessert hat sich die Situation seitdem aber kaum, konstatiert das Behindertenberatungszentrum BIZEPS ernüchtert.Gerade Fahrgäste mit Behinderung, die auf barrierefreie Toiletten angewiesen sind, stünden immer wieder vor verdreckten und versperrten Klos, beklagte BIZEPS-Mobilitätsexpertin Christiane Link im Gespräch mit wien.ORF.at. “Derzeit kann man nicht sicher, ob man die Toiletten in den U-Bahn-Stationen nutzen kann”, so Link.

Bis vor einem Jahr war die Stadt Wien für die Instandhaltung und Reinigung der Toiletten zuständig. Nach der Übernahme durch die Wiener Linien, kündigten diese ein Betriebskonzept an, um die Verwendbarkeit der öffentlichen Klos sicherzustellen. Ein solches fehlt allerdings bis heute.  („heute.at“)

Nicht verwunderlich, dass die öffentlichen Toiletten die Qualität, die Geschäftsmoral der Wiener Linien wie der gesamten Stadtverwaltung wiederspiegeln. Schließlich muss der Rubel rollen, egal wie. Und wo kein Rubel rollt, wird auch nicht investiert, renoviert, gewartet, oder einfach nur sauber gehalten.

Wenn man sich bei der U-Bahn nur mehr das Notwendigste an Service und Wartung leistet, gerade so viel, dass der Betrieb nicht kollabiert, warum sollte man da etwas, in das Unprofitabelste  das es gibt, eben öffentliche Toiletten, investieren.

Deshalb, meine lieben Leser und Leserinnen, niemals auf die Einkaufstüte vergessen, wenn man sich mit den „Öffis“ durch Wien bewegt. Eine dunkle Ecke findet sich immer, wenn es zwickt. Und eine  BILLA-Tüte zu benutzen, das ist immer noch  besser, als eine dieser versiften sozialdemokratischen Bedürfnisanstalten aufsuchen zu müssen.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!

siehe auch: Pecunia non olet