Bescheidenheit ist eine Tugend

Die Koalition hat angeblich einen Plan. Kaum zu glauben, aber so steht es tatsächlich in der Onlineausgabe von „Österreich“. Normalerweise würde dies nur bedeuten, dass Werner & Co ein weiteres Mal versagen werden. Nur diesmal nicht. Sie werden nicht versagen. Was kann es wohl sein, das unser rot-schwarzes Ärgernis nicht in den Sand setzen wird? Gibt es so etwas überhaupt?

Natürlich gibt es etwas, dass unsere „Freunde des Volkes“ niemals vermasseln werden. Viele werden es schon erraten haben. Es geht um Geld. Um unser Geld, dass sich diese Vögel unter den Nagel reißen wollen. Nein, es gibt keine neuen Steuern, noch nicht. Sie wollen nur mehr Geld für sich lukrieren.

Rechtzeitig vor der zweimonatigen Sommerpause (siehe unten) gönnen sich die Abgeordneten eine satte Spesenerhöhung. SPÖ-Urgestein Otto Pendl und ÖVP-Klubobmann-Stellvertreter August Wöginger haben am Donnerstag einen Antrag im Parlament eingebracht, der es in sich hat: Für Spesen (Fahrtkosten nach Wien, Übernachtungen und Bürokosten) konnte jeder Abgeordnete bisher 506,4 Euro pro Monat abrechnen lassen, plus 253,2 Euro Entfernungszulage pro halber Stunde Reisezeit. Diese Beträge sollen um gut ein Viertel angehoben werden auf 643,67 Euro bzw. 321,83 Euro. …. (Zitat: „österreich.at“)

Gerechtfertigt wird das mit dem drohenden Anfall von mehr Arbeit, da es in Zukunft mehr Untersuchungsausschüsse geben soll. Unsere „Freunde der eigenen Brieftasche“ nennen diese Erhöhung auch noch „maßvoll“. Und dabei soll die Untersuchungsausschuss-Reform noch gar nicht beschlossen sein. Aber sie wollen schon im Vorfeld mehr Geld (!), unsere Vertreter.

Wenn dieser Trend so weiter geht, werden unsere rot-schwarzen Abgeordneten für den Fall, dass sie beim Pinkeln die Pissoir- oder Toilettenmuschel getroffen haben, auch noch eine Erfolgsprämie beanspruchen.  Schließlich ist es doch eine ganz besondere Leistung, sich nicht auf die Schuhe zu pinkeln. 🙂

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!