Bessere Menschen und ein schwerer politischer Fehler

Auch in den Reihen des ORF bemüht man sich, nicht gerade überraschend, mit dem Wiener Ableger von Österreichs autohassender Frustinettenpartei nicht allzu zu hart ins Gericht zu gehen und so manchen dieser geistigen Kastraten nicht als dass darzustellen was er in Wahrheit ist.

Christoph Chorherr, dieser Vorzeigegrüne, der nur Gutes tun wollte, für den wie für sämtliche dieser Hochdenker die Unschuldsvermutung zu gelten hat, dieser brave Kerl und ehemals Zierde der Partei, wenn nur alle so wären so wie er, dann gäbe es sicher keine dieser grünen Problemzonen mehr in Wien, die unser Leben so nachhaltig beeinträchtigen. Ein Schelm ist jener, der nun gar böses denkt.

„Christoph Chorherr ist nicht mehr Mitglied der Grünen. Er hat auch keine Funktionen“, sagte Werner Kogler am Rande einer Grünen-Wahlkampfveranstaltung in Oberösterreich. Dass Chorherr von Immobilienfirmen Spenden angenommen hatte, auch wenn sie für den besten Zweck gedacht waren, bezeichnete Kogler gegenüber der Zeit im Bild als „schweren politischen Fehler“. („orf.at“)

Warum muss ich jetzt an einen Bankräuber denken, der die Hälfte seiner Beute an eine, die im Mittelmeer die Schlepper bei ihrem Tun unterstützende Schiffscrew spendet und als Belohnung dafür die andere Hälfte der Beute und keine Strafverfolgung erwartet?

Es war also nur ein „politischer Fehler“ das Geld anzunehmen? Keine moralische Verfehlung? Kein möglicher strafrechtlicher Tatbestand? Man sieht sie also nicht wirklich bedenklich diese Spenden?  Lassen wir das mal so im Raum stehen, nur des spaßeshalber.

Allerdings gibt es dennoch etwas anderes, als Birgit Hebein und ihre gehirntoten Adepten, das mir ein Lächeln in das Gesicht zaubert. Es ist die Berichterstattung des ORF.

Peter Pilz, dessen Partei JETZT dazu eine Anfrage an Jabloner gestellt hatte, sagte dazu im Nationalrat: „Der Verdacht gegen Christoph Chorherr hat sich erhärtet, wegen der Paragrafen 203 und 204 des Strafgesetzbuches. 203 ist der Amtsmissbrauch, 204 ist Bestechlichkeit.“ Er forderte von den Grünen, dass der Fall aufgeklärt wird. Die Chefin der Wiener Grünen, Birgit Hebein, hatte am Mittwoch bekräftigt: Man habe vollstes Vertrauen in die Behörden und hoffe, dass die Sache bald aufgeklärt werde. („orf.at“)

 „Der Verdacht gegen Christoph Chorherr hat sich erhärtet, wegen der Paragrafen 203 und 204 des Strafgesetzbuches. 203 ist der Amtsmissbrauch, 204 ist Bestechlichkeit.“ Die Paragrafen 203 und 204 des Österreichischen Strafgesetzbuches wurden im Zuge einer der letzten Novellierungen außer Kraft gesetzt, es gibt sie  also nicht mehr. Als sie noch in Rechtskraft waren, meine lieben Leser und Leserinnen, da waren sie auch kein Bestandteil der „Amtsdelikte“ sondern Bestandteil der Sexualdelikte. Peter Pilz und die Sexualdelikte. Ein weiteres Grinsen ist die Folge.

Nun muss man sich fairerweise die Frage stellen, hat man beim ORF im Rahmen der Berichterstattung geschlampt oder ist unser kleines Schwammerl nur ein „Samsonite“, ein Vollkoffer, der sich seinen Verstand im Rahmen der politischen Tätigkeit längst weggesoffen hat?

Ja, ich weiß, es ist ein frevlerischer Gedanke, aber er muss ‚raus. Im Vergleich mit dem Slogan „#COMEBACK SAUBERE POLITIK“ erscheint die grüne Botschaft „Bio macht schön“ in einem anderen Licht, der Wahrheitsgehalt dürfte wohl etwas höher sein.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!