Bolschewikistan & seine Verkehrsexperten

So wie es scheint soll es den E-Scootern an den Kragen gehen. Fühlt sich die Herrnrasse, vertreten durch die Fahrradlobby, durch diese kleinen Elektroflitzer derart bedroht, dass ein (bekannter?) Unfallforscher derart tief hinabsinkt und sich auf das Niveau der rot-grün-pinken Denkverweigerer begibt? Oder hat der THC-Anteil in der Luft nur wieder einmal den zulässigen Grenzwert überschritten?

Trotz der wachsenden Zahl sorgen die Roller weiter für Kontroversen. Ein Verkehrsexperte kritisiert die Fahrzeuge als viel zu schnell und gefährlich. Eine Analyse des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) ergab, dass es auch bei den Regeln großen Aufklärungsbedarf gibt. So ist etwa jeder vierte E-Scooter-Fahrer verbotenerweise am Gehsteig unterwegs.

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Vor allem der lange Bremsweg der Scooter führe dem Unfallforscher Ernst Pfleger zufolge zu gefährlichen Situationen. Eine Vollbremsung mit den maximal erlaubten 25 km/h ergebe einen Bremsweg von bis zu fünf Pkw-Längen. Diese Höchstgeschwindigkeit sei vergleichbar mit einem Auto, dass in der Stadt 80 km/h fahre, sagt Pfleger zum „Kurier“, der Versuchsreihen mit Modellen der heimischen Anbieter durchgeführt hat. Pfleger fordert deshalb eine Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h. („diepresse.com“)

Teilweise ist diese Kritik, deren Inhalt in gleicher Weise auch auf Radfahrer zutrifft, gerechtfertigt. Interessanterweise hört man in diesem Zusammenhang aber kaum etwas über Wiens pedaltretende Taliban. Es wird toleriert, dass unsere „Freunde mit schädlichem Sozialverhalten“ auf Teufel-komm-raus über die Gehsteige brettern, selbst wenn ein Radweg vorhanden ist, und dass sie mit dem Rotlicht einer Verkehrsampel wie einer Stopptafel kaum etwas  anfangen können, ist längst auch kein Geheimnis mehr.

Mittlerweile hat sich bei den Angehörigen der Birgit-Hebein-Leibstandarte eine neue Unsitte eingebürgert, sie haben den Selbstständigen Gleiskörper und die Schienenstraße für sich entdeckt. Ich habe allerdings noch keinen Straßenbahnfahrer erlebt, der wild gebimmelt hätte, so als wäre eine Fußgängergruppe, die Augen fest auf das Handydisplay fixiert, auf die Schienen getorkelt.

Nicht einmal ein böser Blick wird in der Regel Richtung dieser pedaltretenden Narren geschickt, wenn diese mit ihrem Gefährt voller Stolz und der Überzeugung, gerade etwas Gutes zu tun, erhobenen Hauptes dümmlich grinsend, den Gleiskörper entlang radeln, die herannahende Straßenbahn ignorierend.

Im Vergleich zu diesen pedaltretenen Psychosen sind die E-Scooterfahrer allerdings disziplinierte Verkehrsteilnehmer. Durch ihre weitaus geringere Anzahl stechen allerdings die Gehirnlosen unter ihnen leichter erkennbar hervor.

Es liegt aber auch an unserem „Feind & Helfer“, dass die Radfahrer und die schwarzen Schafe unter den E-Scooter-Fahrern derart über Gehsteige nageln, dass so manches alte Muttchen vor Schreck fast einen Herzinfarkt bekommt. Ja, meine blaugekleideten Freunde, ihr zeichnet euch im Kampf gegen diesen gesellschaftlichen Unrat nicht gerade durch übergroße Aktivität aus, eher das Gegenteil ist der Fall.

Liegt es vielleicht daran, dass die Wiener Rathausbolschewiken schützend ihre Hände über diese einspurige Pest halten? Ist ja irgendwie nachvollziehbar, schließlich gelten diese links-grünen Kampftruppen als jemand der etwas für die Umwelt tut. Zudem ist auch der Verleih von E-Scootern ein lukratives Geschäft, von dem unsere Bolschewikenpartie höchstwahrscheinlich auch ihren Teil abbekommt.

Allerdings ist der Vorschlag, die Höchstgeschwindigkeit dieser kleinen Flitzer auf 15 km/h zu begrenzen, Nonsens. Würde man diese Maßnahme ernsthaft in Betracht ziehen, dann müsste man auch die Geschwindigkeit der E-Bikes reduzieren und die erlaubte Höchstgeschwindigkeit für Fahrräder ohne elektrischen „Hilfsmotor“ ebenfalls beschränken, da diese, obwohl deren Bremssystem etwas besser wirkt als das der E-Scooter, bei den Geschwindigkeiten, mit denen diese Gehirntoten unterwegs sind, ihr einspuriges Gefährt auch nicht gerade auf risikofreie Art in einer Gefahrensituation zum Stillstand bringen können.

Nun wieder zurück zu den Leihscootern. Um diesen Wildwuchs an E-Scootern einzudämmen, die da auf den Gehsteigen herumkugeln, so als wären sie zugekiffte Grüne die mit ihrer Beeinträchtigung den Fahrrad- und Fußgängerverkehr behindern gibt es nur eine Möglichkeit um Ordnung in dieses Chaos zu bringen, die Anzahl der Anbieter und die der Leihscooter zu reduzieren.

Um drohenden Sanktionen vorzubeugen soll es bei einigen E-Scooter-Verleihern nun nur mehr möglich sein, den Mietvorgang beenden zu können, wenn ein Foto vom abgestellten Scooter hochgeladen worden ist.

Eines ist aber sicher. Mit einer Senkung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit auf 15 km/h wird man die Anzahl der Unfälle sicher nicht drastisch reduzieren können, schließlich ist für das Kollisionsrisko nicht nur die Geschwindigkeit, sondern auch der Fahrstil, das Verhalten im Verkehr, verantwortlich.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!