Bürgerservice auf Bolschewikenart

In letzter Zeit hat der Ruf der Wiener Polizei gelitten, manche finden zu Recht. Im Prinzip ist es egal, wie wir das Verhalten jener finden, die uns schützen und Fehlverhalten ahnden sollen. Eines ist sicher, des Vollhammers Schergen sind zurzeit nicht gerade bemüht, der Bevölkerung zu beweisen, dass der schlechte Ruf nur auf „bedauerlichen Einzelfällen“ basiert. Nein meine Freunde, ich prangere jetzt nicht an, dass COVID-Sünder von Wiens Polizei  nicht mehr zur Verantwortung gezogen werden und unsanktioniert das Geschenk von China an die Welt weiter verbreiten können, es ist mir auch mittlerweile scheißegal ob diese Psychopaten am Ufer des Donaukanals oder in den von Birgit Hebein geschaffenen COVID-Ansteckungszonen, den Freiluftgehegen für Wiens Primatenmischlingen, den Bobos,  ihren verwerflichen Neigungen nachgehen oder nicht.

Ich hoffe nur, dass es für sie auf recht unangenehme Weise enden wird, ihr Treiben. Und ich werde auch nicht wieder den Angriff von einigen bolschewikischen Privatsheriffs auf einen Fahrgast im U-Bahnbereich anprangern, da es wirklich schlimmeres, nicht tolerierbares gibt.

Ein solcher Fall, der es wirklich wert ist, aufgezeigt zu werden, ist der Fall einer 101-jährigen gehbehinderten Niederösterreicherin, die wegen starker Kieferschmerzen ihren Zahnarzt aufsuchen musste. Da sich der Zahnarzt ihres Vertrauens in Wien befindet, brachte sie der 80-jährige Lebensgefährte ihrer Tochter mit dem Auto nach Wien.

Offenbar war unser rüstiger Senior nicht mit den örtlichen Gepflogenheiten vertraut, er wusste scheinbar nicht, dass im rot-grünen Wien der Autofahrer jene soziale Wertigkeit besitzt wie diversen Minderheiten in jenem Österreich, als es von den Germanen annektiert worden war.

“Es schüttete an diesem Tag wie aus Schaffeln. Eleonore hatte zudem ihren Rollator mit, weil sie mit dem Rollstuhl nicht in den Aufzug kommt. Also blieb ich kurz bei einem Taxi-Standplatz vor der Praxis stehen, um sie und meine Lebensgefährtin aussteigen zu lassen. Plötzlich hielt ein Polizeiwagen mit drei Beamten darin. Ich erklärte Ihnen, dass ich meine Schwiegermutter nur kurz absetze und gleich wieder weg bin. Sie meinten nur: ‘Ja, ja, passt schon.’, fotografierten aber mein Kennzeichen und mein Auto. Ich bin dann vor ihnen weggefahren”, meint Josef R., der in Kottingbrunn (NÖ) lebt.

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Ein paar Tage später flatterte dem Niederösterreicher die Anonymverfügung mit einer Strafe in Höhe von 58 Euro ins Haus: “Ich weiß, dass ich schuld bin, weil ich im Halteverbot gestanden bin. Aber die Strafe ist nicht gerecht, denn ich habe wirklich nur kurz gehalten, um meine Schwiegermutter aussteigen zu lassen”, ärgert sich der 80-Jährige. Weder ein Anruf bei der Polizei noch bei der Parkraumüberwachung brachte etwas: “Bei der Polizei erklärte man mir, dass die Parkraumüberwachung zuständig ist. Bei der Parkraumüberwachung wiederum meinten sie nur, dass ich – wenn die Anzeige da ist – Einspruch dagegen erheben kann”, so Josef R. Für den 80-Jährigen hat sich die Causa jedoch erledigt, er wird die Strafe zähneknirschend bezahlen. („heute.at“)

Ja, meine lieben Leser und Leserinnen, auf solche Polizisten kann Wien wirklich stolz sein. Nicht dass es mich stört, dass in diesem Fall mit einer unnötigen Härte vorgegangen worden ist, viel mehr stört mich, dass man den Niederösterreicher dazu auch noch kräftig verarscht hat. „‘Ja, ja, passt schon.’, fotografierten aber mein Kennzeichen und mein Auto.“ so das Opfer von Wiens Ordnungshütern.

Ich wünschen diesen Zweibeinern für ihre Zukunft nichts schlechtes, aber auch nichts Gutes und hoffe, dass sie, wenn der „alte Mann mit dem Rauschebart“, der hoch oben über den Wolken residiert das große Buch aufschlägt und über sie richtet, ihren Teil an Gerechtigkeit abbekommen werden.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!