Der ORF und seine Art von Objektivität

FadenkreuzMit der Gestaltung der Sendung „Thema“ am 11.11.2013 hat man im ORF wieder einmal gezeigt, was man unter objektiver Berichterstattung versteht. Der Beitrag über die angebliche  Misshandlung von zwei Festgenommen durch die Wiener Polizei war auf einem so tiefen Niveau, dass der „Falter“ im Vergleich dazu, wie ein Qualitätsblatt wirkt. Von Sachlichkeit bei der Berichterstattung kann man da wohl kaum reden.

In typischer ORF-Manier wird einfach der Polizeieinsatz hochgespielt und das Verhalten der für den Polizeieinsatz verantwortlichen Personen verniedlicht. Dass es seitens der Partygäste zu Attacken auf die amtshandelnden Polizisten gekommen ist, dürfte wohl auf Grund der Verletzung, die einer der am Einsatzort anwesenden Polizisten erlitten hat, feststehen.

Und dass die beiden „Opfer der Polizeibrutalität“,  laut heute.at,  die Ausstrahlung ihres ach so tragischen Erlebnisses verhindern wollten, lässt ihre Sicht der Wahrheit auch nicht gerade im hellsten Licht erstrahlen.

Eines sollte man hier jedenfalls nicht unerwähnt lassen, heuer gab es bereits in Wien 422 verletzte Polizisten und Polizistinnen. Da kann doch mit unserem System etwas nicht stimmen.

Sieben verletzte Polizisten in einer Woche
Der jüngste Vorfall ereignete sich am 5. November in Wien-Leopoldstadt. Die Streitereien eines 30-jährigen Mannes mit einer 21-jährigen Frau hatten sich von deren Wohnung auf die Straße verlagert. Der Mann ließ sich weder von den Beamten noch von der Frau beruhigen und attackierte die Polizisten mit Schlägen und Fußtritten. Dabei erlitt ein 24-jähriger Polizist Prellungen und Verletzungen am Kopf, ein weiterer Beamter einen Meniskuseinriss und eine Polizistin Verletzungen an beiden Knien.

In der Halloween-Nacht musste eine 48-jährige Frau am Universitätsring festgenommen werden. Bei der Überstellung im Polizeiauto verletzte sie einen Polizisten mit Fußtritten am Kopf.

Am 1. November attackierte ein 26-jähriger randalierender Mann in einem Lokal in Wien-Ottakring die herbeigerufenen Polizeibeamten mit einem Sessel. Weniger als 24 Stunden später wurde am 2. November ein weiterer Polizist bei einem Raufhandel mit einem Schlag ins Gesicht verletzt.

Wien besonders gefährlich
Bisher wurden im heurigen Jahr 422 Polizisten und Polizistinnen im Einsatz zum Teil schwer verletzt. Im gesamten Vorjahr waren es 430 Personen, 2011 kam es in 388 Fällen zu Verletzungen von Beamten. … (Zitat: „orf.at“)

Ich möchte mich an dieser Stelle bei Herrn Christoph Feuerstein bedanken. Er hat wirklich großartige Arbeit geleistet und durch seine mediale Vorverurteilung dafür gesorgt, dass sich die  Waage von Justitia, nachteilig für die betroffenen Polizisten, gewaltig nach links geneigt hat.

In diesem Sinne: Freundschaft, Genosse Feuerstein!