Die Geburt der „Via Votava“ oder wie man das Geld der Steuerzahler am besten verpulvert

Wiens Politiker, ich meine natürlich nicht pauschal alle Wiener PolitikerInnen,  sondern nur jene, die bei ihrer Geburt einen Sauerstoffmangel erlitten haben, oder die, die im Säuglingsalter öfters vom rot-grünen Wickeltisch gefallen sind, und jene, die denk- und arbeitsbefreit, ihr gut bezahltes Dasein fristen, hatten wieder eine glorreiche Idee, wie man sich selbst ein Denkmal setzen kann und gleichzeitig dafür sorgt, dass die „Freunde Wiens“ auch ihren finanziellen Anteil abbekommen.

Unsere rot-grünen Wiener Schandflecke machen laut dem „Wiener Bezirksblatt“ 20 Millionen Euro locker, in anderen Medien wird von 24 Millionen Euro gesprochen, um der Meidlinger Hauptstraße ein neues Gesicht zu geben. Als ob das noch etwas nützen würde. Zwischen Wettcafes und Billigläden tümpeln nur noch ein paar der „alten“ Geschäfte vor sich hin. Und die Qualität der ansässigen Geschäfte schwindet proportional mit der schwindenden Kaufkraft der Meidlinger Bevölkerung.

Anstatt der Wirtschaft auf die Beine zu helfen, beschränkt man sich darauf, für teures Steuergeld eine sogenannte „Flaniermeile“ zu schaffen. Irgendwie verstehe ich ja sogar den Trend zur Flaniermeile und zu solch flauschigen Plätzen. Schließlich muss es ja Orte geben, wo sich arbeitslose Österreicher und Kültürbereicherer treffen können, um zu besprechen, wie man möglichst ohne Gewalt anzuwenden, einer Oma die Handtasche klaut oder einem Jugendlichen das Handy abnötigt, schließlich ist die angewendete Gewalt oder die Qualität der Drohung, ein nicht so unbedeutendes Kriterium für die zu erwartende Strafe, wenn man auf Grund zu wenig Praxis erwischt wird.

Oder man denke nur an die Straßenhändler mit den bunten Hemden, den schweren Goldketten und der nicht so hellen Hautfarbe, die ihre Produkte zur Zeit im Bereich der U-Bahnstation Längenfeldgasse und deren Umgebung an den Mann oder die Frau bringen, die verdienen es doch auch, ihre Afghanischen Wundertüten oder anderen Mittel zur Entspannung,  in einer schöneren Umgebung als einer abgefuckten U-Bahnstation verticken zu müssen.

Und was passiert dann, wenn nach drei oder vier Jahren die Meidlinger Hauptstraße, dank unserer ach so wertvollen Mitmenschen, die die Meidlinger Hauptstraße als ihr Wohnzimmer betrachten werden,  diese wieder genauso abgefuckt aussieht wie heute, werden dann, dank der Inflation und der Gier von so manchem „Freund der Wiener“, 30 Millionen Euro oder mehr locker gemacht, um unseren Subkulturen einen neuen Platz zum Verwüsten zu geben?

Und welchen Namen soll die Meidlinger Hauptstraße nach ihrem Umbau bekommen? „Via Votava“, „Gabis Millionengrab“, „Straße der politischen Dummheit“? Schließlich müssen ja alle Straßen und Plätze in Wien, den Gedanken der politischen Korrektheit verbreiten.