Die „Seestadt“ und ihre Helden

In der „Seestadt“, dem neuen Wiener Getto, wo man jene abgeladen hat, die man der menschlichen Gesellschaft, warum auch immer, nicht zumuten will, ging es letzten Sonntag „kräftig zur Sache“. Ein paar von Wiens Buntlingen mussten im Rahmen einer multikulturellen Diskussionsrunde zeigen, wie überlegen ihre Kultur der unseren ist.

Aus dem Nichts und völlig grundlos soll der Verdächtige (ein 26-jähriger rumänischer Staatsbürger) den Jugendlichen im Nahbereich der U-Bahn-Station Seestadt attackiert und auf diesen eingeschlagen haben. Zwei weitere Burschen eilten dem Opfer zu Hilfe – auch sie wurden brutal attackiert.

+++++

Ein schockierender Angriff, der auch ein Nachspiel für die Exekutivbeamten haben könnte: Denn jenes Opfer – Sohn einer Wienerin und eines aus Nigeria stammenden österreichischen Staatsbürgers -, dem bei der Attacke die Nase gebrochen wurde, erhebt im Nachhinein schwere Vorwürfe gegen die Polizisten. Mehrmals seien rassistische Aussagen bezüglich seiner Hautfarbe fallen gelassen worden. Während die Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Angreifer laufen, wird nun auch bei der Exekutive intern auf Hochtouren ermittelt. („krone.at“)

Rassistische Bemerkungen bezüglich der Hautfarbe sollen seitens der Polizei gefallen sein. Ja, meine Freunde, laut einem Gratisblatt das im öffentlichen Raum, vorwiegend bei U-Bahnstationen aufliegt, soll das „N-Wort“, gefallen sein. Angeblich wurde einer der Buntlinge, einer mit Afrikanischen Wurzeln, der gerade seinen Anteil an „bunter Vielfalt“ abbekommen hatte, was für eine Ironie lieg darin, von einem Polizisten am Funk, als „Neger“ bezeichnet worden sein.

Neger (über französisch nègre und spanisch negro, „Schwarzer“, von lateinisch niger „schwarz“) ist ein im 17. Jahrhundert in die deutsche Sprache eingeführter Begriff, der auf eine dunkle Hautfarbe der Bezeichneten hinweist. Das Wort fand zunächst nur begrenzt Verwendung; mit dem Aufkommen der eng mit der Geschichte von Kolonialismus, Sklaverei und Rassentrennung verbundenen Rassentheorien und der überholten Vorstellung einer „negriden Rasse“ bürgerte es sich ab dem 18. Jahrhundert in der Umgangs-, Literatur- und der Wissenschaftssprache ein. („wikipedia.de“)

Wir sollten auf die, dem linkslinken Reinheitsgebot nicht entsprechende Bezeichnung „Neger“ vorerst nicht verzichten, zu mindestens so lange, bis Wörter wie „Schweinefleischfresser“, „Kartoffel“ oder „Weißbrot“ aus dem Sprachgebrauch gewisser Ethnien vollständig verschwunden sind, sofern diese altehrwürdige Bezeichnung nicht der Beleidigung unserer Schokohasen dient.

Nun wieder zurück zu unseren intellektuellen Freunden, diesen wunderbaren Menschen, die auf so nachhaltige Weise unsere Gesellschaft und Kültür bereichern.

Mittlerweile hat man im Politbüro der Wiener Polizei aber festgestellt, dass das Wort „Neger“, ja meine lieben Leser und Leserinnen, ich schreibe dieses böse böse Wort aus und bekomme deshalb auch kein schlechtes Gewissen, am Polizeifunk nicht gefallen ist.

Die Funkbetätigungen der Polizei werden automatisch aufgezeichnet. „Am Funkkanal, auf dem der Einsatz durch die Landesleitzentrale abgewickelt worden ist, ist während des gesamten Einsatzes zwischen 17.28,15 Uhr und 18.33,24 Uhr definitiv kein rassistisch konnotierter Begriff verwendet worden“, hieß es in der Stellungnahme der Exekutive.

Daher könne die Aussage des Jugendlichen, die er in den sozialen Medien verbreitete, „nachweislich widerlegt werden“. „Es laufen darüber hinaus aber selbstverständlich weitere Erhebungen, Stellungnahmen von den am Einsatz anwesenden Einsatzkräften (Polizei, ev. Rettung) sowie der Beschwerdeführer sind natürlich noch ausständig, das dauert“, betonte die Pressestelle der Polizei. („krone.at“)

Lag hier nur ein sprachliches Missverständnis vor oder hatte uns Freund mit afrikanischen Wurzeln gar Böses im Sinn? Ist er vielleicht eines dieser ewig unzufriedenen Linksstilzchen die ständig der Umwelt ihr krankes Weltbild offenbaren müssen oder ihre, nicht so bunte und vielfältige Umwelt dafür bestrafen wollen, dass diese, sie als das wahrnimmt, was sie tatsächlich sind?

Wie reagieren nun jetzt aber die internen Gesinnungswächter der Polizei, die Politischen Offiziere, die mit rotgefärbter stählerner Faust und grünem Herzen, sich im türkisen Darmausgang in Sicherheit wähnend, darüber wachen, dass sich unter unseren wackeren Kämpfern für ein sicheres Wien, nicht die krude Idee verbreitet, die Dinge beim Namen nennen zu müssen, sie so zu sehen wie sie in Wirklichkeit sind?

Gibt es nun Konsequenzen für diese „Zierde der Gesellschaft“, oder stecken unsere politischen Sittenwächter bloß wieder den Mittelfinger in den Arsch und halten für die Opfer ihrer Eierlosigkeit verstärkt „Sensibilisierungsseminare“ ab?

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!