Doch nur Jux und Tollerei!

Beim morgendlichen Zeitunglesen stolperte ich in der Gratiszeitung  „Heute“ über einen Artikel, der sich, nachdem er gelesen war, wie eine kostenlose Werbung für unsere „ehrenwerte“ Stadtregierung anfühlte. Bürgermeister Häupl machte den kläglichen Versuch, die kommende Gebührenanpassung zu rechtfertigen.  Er meinte, dass die Gebührenanpassung nicht aus „Jux und Tollerei“ geschehe und hob die getätigten hohen Investitionen hervor. Gleichzeitig wies Häupl auf einige „Entlastungen“, wie den Gratiskindergarten und die billigeren Tickets für die Öffentlichen Verkehrsmittel hin.

Es stellt sich die Frage, welchen Vorteil kinderlose Paare aus dem kostenlosen Kindergarten lukrieren. Oder jene Wiener, bei denen das eigene Fahrzeug auf Grund der Lage des Arbeitsplatzes unverzichtbar ist, was für Vorteile ziehen diese aus den angeblich billigeren Ticketpreisen der Öffentlichen Verkehrsmittel?

Um dieses Beispiel Sozialdemokratischer Rechenkünste noch etwas plastischer zu machen, wurde dieser SPÖ-Wahlwerbung, eine Grafik beigefügt, die eine Gegenüberstellung der Verteuerungen und „Preissenkungen“ enthält. Natürlich ist für den Bürger eine deutliche Geldeinsparung  sichtbar.

Eine vierköpfige Familie soll sich demnach pro Jahr 2.977,74 € ersparen. Lebt man aber in einem Ein-Personenhaushalt ohne Hund, so schaut es freilich anders aus: