Ein Neger im Legasthenietest?

Wien hat einen „neuen Skandal“. Diesmal war es überraschenderweise nicht  der „Falter“, der diese Bösartigkeit sondergleichen an das Tageslicht gebracht hatte. Der „Aufdecker“ dieses Skandals kam allerdings aus dem gleichen Sumpf. Ein Angehöriger von Wiens bunter Vielfalt, Simon Inou, ein „Journalist“ und Migrantenlobbyist hatte „entsetzt“ einen neuen Fall von „Alltagsrassismus“ festgestellt.

In einem Wiener Gymnasium wurde ein Lesetest für Legastheniker durchgeführt. Die Schüler mussten neben anderen Begriffspaaren, die Wörter „Neger“ und „ enger“ suchen. Und wie es in Wien sehr leicht sein kann, Wien ist ja bekanntlich bunt und vielfältig, war auch ein Kind, mit nicht allzu heller Hautfarbe  unter den Prüflingen.

Und das arme farbige Mädchen wurde bei diesem Test mit dem Wort „Neger“ konfrontiert. Wie kann nur so etwas Verwerfliches passieren. Und das in einem sozialdemokratischen Arbeiter- und Bauernstaat. Einfach grauenhaft. Mich wundert nur, dass sich angesichts der Größe dieses Skandals, der meiner Meinung nach sogar das Hypo-Debakel unbedeutend aussehen lässt, nicht unser, immer zu tiefst betroffener Herr Bundespräsident zu Wort gemeldet hat, der geizt doch sonst nicht in solchen Fällen mit seiner tiefen Betroffenheit.

Darf man jetzt auch nicht mehr in Gegenwart eines geistig nicht so aktiven Mitbürgers, die Wörter „Idiot“, „idiotisch“, „dämlich“ oder gar das Wort „dumm“, benutzen? Würde man bei Verwendung eines dieser Wörter in Gegenwart des benachteiligten Menschen, diesen gar beleidigen?

Nun aber genug mit den Scherzen auf Kosten unserer lieben Gutmenschen. Was ist nun wirklich passiert? Ein Kind wurde mit einem Wort konfrontiert, das von „ein paar Unfällen der der Natur“ als böses, niemals zu verwendendes Wort, definiert worden ist. Wen interessiert es, was ein paar kommunistische Schwachköpfe eigentlich denken? Natürlich nur kommunistische Schwachköpfe. 🙂

Wurde dieses Wort in Zusammenhang mit einer Person oder einem konkreten Sachverhalt, diskriminierend oder beleidigend, verwendet? Nein, es wurde nur als einzelnes, alleinstehendes Wort, ohne einen konkreten Bezug verwendet. Also, wo ist hier, außer in den Gehirnen von ein paar Bio-macht-schön-Typen, die möglicherweise einmal unter beträchtlichem Sauerstoffmangel gelitten haben, das Problem?

Aber es ist in Ordnung, dass im Deutschunterricht türkische Wörter gelehrt werden. Was haben türkische Wörter im Deutschunterricht zu suchen? Ungefähr so viel, wie das Wort „Kompetenz“, positiv verwendet, in  Zusammenhang mit unserem Bundes- und Vizekanzler.

Nicht, das ich etwas gegen die Türkische Sprache oder gegen Fremdsprachen im Allgemeinen habe, ich finde eine zweite Sprache sogar durchaus nützlich. Wer eine Sprache lernen will, soll sie lernen, aber freiwillig und  nicht durch die politische Hintertüre und nicht, um unsere Neoösterreicher bei ihrer Integrationsunwilligkeit zu unterstützen.

Um den Buchstaben “Ü” zu üben, wurden in einer Volksschule in Niederösterreich türkische Vokabeln verwendet …

… Schmied beschwichtigt in ihrer Antwort: Nach den ihr vorliegenden Informationen wurde die Hausübung im Unterrichtsgegenstand “Deutsch, Lesen, Schreiben” gegeben. Das Arbeitsblatt stammt aus einem für den Unterrichtsgebrauch zugelassenen Schulbuch (Zebra-Buchstabenheft). Schmied weiter: Die Hausübung wurde auf Basis des Lehrplans für Volksschulen gegeben. Die Wörter waren nicht dazu gedacht, türkische Vokabel zu trainieren. “Außerdem ist es für Kinder immer sehr motivierend und herausfordernd, Wörter aus fremden Sprachen kennenzulernen.” … (Zitat: „derstandard.at“)

Offensichtlich dürfte unserer Claudia entgangen sein, dass es in der deutschen Sprache genug (einfache) Wörter gibt, in denen ein „Ü“ vorkommt, zB: „Übel“, „Übeltäter“, „üben“, „spülen“, „kühl“, pflücken“, „ausschütten“, „grünes Übel“.

Nun aber wieder zurück zu unserem „Neger“ im Legasthenietest.

“Das Arbeitsblatt ist ein ganz klarer Fall von Alltags-Rassismus”, brachte Journalist Simon Inou den Fall via Twitter an die Öffentlichkeit. Auch der Wiener Stadtschulrat hat kein Verständnis: “Das ist ein Skandal, der aufgeklärt gehört. Dafür müssen wir aber wissen, wo das passiert ist”, so ein Sprecher. Die Eltern wollen vor weiteren Schritten jedoch noch das Gespräch mit dem Direktor der Schule suchen. (Zitat: „heute.at“)

Ein Skandal, der aufgeklärt gehört. Was für ein Skandal? Was gehört hier aufgeklärt? Scheinbar beginnt jetzt die Hexenjagd unserer linksgedrehten Flaschen im Stadtschulrat auf die Lehrerin, die selbst zwei „farbige“ Kinder adoptiert haben soll. Und dabei hat die Gute doch nur Lernunterlagen aus dem Jahr 1972 verwendet.

Den Fehler habe die Frau erst nach dem Verteilen der Zettel bemerkt. “Sie hat allerdings sofort darauf hingewiesen, dass man diesen Begriff nicht mehr verwenden darf”, so Schmalz. Die Kopie stammt aus einem Lehrbuch “für lese- und rechtschreibschwache Schüler” aus dem Jahr 1972. Warum sie die alten Unterlagen verwendet hat, muss die Professorin nun dem Stadtschulrat erklären. Sie ist zum Rapport vorgeladen. (Zitat: „heute.at“)

Was für ein Fehler? Warum hat die Frau diese Unterlagen wirklich verwendet? Höchstwahrscheinlich aus Kostengründen, da der Pleitegeier permanent  über unseren Köpfen schwebt und gespart werden muss. Kein Geld für die Schulen, dafür aber für Plätze, die zum Verweilen einladen sollen; und für Straßen, die für Millionen umgebaut werden, damit sie  für unsere verwöhnten grünen Fratzen auch wirklich zum Flanieren geeignet sind, ja, dafür ist genug Geld vorhanden.

Eines ist aber tatsächlich aufklärungsbedürftig. Wieso war die Verwendung des Wortes „Neger“ 1972 korrekt, und heute nicht mehr? Was unterscheidet 1972 von 2014?

Hat sich nur die Anzahl jener Menschen, die zu viel Zeit haben und über einen unterentwickelten Denkmuskel verfügen, erhöht oder gab es damals tatsächlich mehr rassistisch denkende Menschen als heute?

Damals bezeichnete man Menschen, die heute als Rassisten tituliert werden, als ausländerfeindlich oder als „nicht ausländerfreundlich“. Wenn heute das Wort „Neger“ als rassistisch und diskriminierend gewertet wird, wieso wurde es damals nicht als „ausländerfeindlich“ und als diskriminierend eingestuft? Eine wirklich gute Frage.

1972 war der Job noch wichtiger als Freizeit und persönliche Befindlichkeiten. Und die Mehrheit der Bevölkerung war einfach froh, wenn sie  einen gebrauchten Kleinwagen oder einen 45 PS starken, 5 Jahre alten Opel Kadett, ihr Eigen nennen konnte. War es nicht möglich, sich ein solches Fahrzeug zu leisten, nahm man dankbar zur Kenntnis, dass eine Autobushaltestelle oder Straßenbahnhaltestelle in Wohnungsnähe war, eine U-Bahn gab es damals noch nicht. Und man war zufrieden, wenn man sich, nach einem harten Arbeitstag, am dumpfen „Plop“, das beim Öffnen einer Flasche „Schwechater“ hörbar wurde, erfreuen konnte.

Und heute sind Wiens Dorfdeppen „geistige Elite“ mit nichts zu frieden. Die Autos stören,  die Radfahrer fühlen sich scheinbar auf den „schmalen“  Gehsteigen durch die Fußgänger und die Schanigärten behindert, und der Autobus, der durch die Gasse fährt, in der man wohnt, stört auch.

Was wollen diese Vögel? Eine U-Bahnstation in jedem Haus und die Fußgänger unter die Erde?

Und so wird Schwachsinn neu definiert.