Ein Schelm ist, wer hier Böses denkt …

Roter GargoyleDie politische Tragikomödie um die Besetzung des Vizepräsidenten des Wiener Stadtschulrates geht seinem unrühmlichen Ende zu. Es kam so, wie es kommen musste. Unser kleiner Dicker hat es scheinbar wirklich geschafft. Es wird höchstwahrscheinlich wieder etwas weniger Demokratie in Wien geben.

Nach dem Einzug von Wiens Partei der Autohasser grüner Opposition in das Rathaus, hätte sich wieder etwas mehr an demokratischer Gesinnung im Rathaus gut gemacht. Die Ernennung des 21-jährigen Maximilian Kraus ist nun offenbar vom Tisch. Michael Häupl hat mit seinem seltsamen Demokratieverständnis die Opposition erfolgreich an ihrer Kontrollfunktion gehindert.

Nachdem unser Freund mit höchst demokratischer Gesinnung erkannt haben dürfte, dass er sich nicht wie ein Südamerikanischer Drogenbaron Staatschef gebärden kann, kam er auf die überaus geistreiche Idee, anstatt diesen gut dotierten Platz am rot-grünen Futtertrog einem „Unwürdigen“ zu überlassen, der das rot-grüne Amigonetzwerk ohnehin nur in Gefahr bringen würde, für dessen Abschaffung einzutreten.

Diese Entscheidung begründete er mit dem von allen Fraktionen geäußerten Wunsch, die Verwaltung des Stadtschulrats zu verschlanken. “Wenn wir das Amt ohnehin alle abschaffen wollen, werde ich seinem Wunsch nachkommen. Ich will ja nicht ihn in Verlegenheit bringen”, betonte Häupl bei einer Pressekonferenz. Günther hatte zuvor bereits sein Rücktrittsgesuch eingereicht. Allerdings müsse “alles in geordneter Form passieren”, so das Stadtoberhaupt. Von einer Sedisvakanz zu sprechen sei jedoch “eine Überbewertung des Amtes”. („vienna.at“)

Die Idee ist an sich nicht schlecht. Einerseits kann er dann versuchen, mit (tatsächlichen) Einsparungsmaßnahmen im kommenden Wahlkampf bei den geistig nicht so regen Mitbürgern und den Profiteuren des rot-grünen Systems zu punkten. Und anderseits schwächt er damit die „Böse-Buben-Partei“, seinen höchstpersönlichen Albtraum.

Es stellt sich nun aber die Frage, wenn es ihm mit einer Verschlankung der rot-grünen geschützten Werkstatt ernst wäre, warum gibt es dann (immer noch) zwei Witzebürgermeisterinnen, Maria Vassilakou und Renate Brauner? Eine richtet schon genug Schaden an. Wozu zwei davon. Eigentlich wären beide entbehrlich. Michael Häupl könnte auch ohne die Hilfe der Beiden, noch genug Schaden in Wien anrichten.

… Auch er habe sich wiederholt für eine Abschaffung dieses Postens ausgesprochen, meinte der Bürgermeister. … („vienna.at“)

Na klar doch. Aber erst nachdem er erkannt hat, dass die Stelle des Vizepräsidenten nicht an einen „Freund“ gehen wird. 🙂

… Zudem begründete der Bürgermeister seine Ablehnung von Krauss: “Ich habe ein Gespräch mit ihm geführt, bei dem sich gezeigt hat, dass seine Vorstellungen, was er zu tun gedenkt, nicht durch das Gesetz gedeckt sind bzw. sogar dazu in Widerspruch stehen.” Die Ideen des 21-Jährigen und seine Aufgaben als Vizepräsident laut Gesetz seien “nicht kompatibel”. Was genau Krauss geplant habe, wollte Häupl nicht beantworten – das sei Teil eines Vier-Augen-Gesprächs gewesen. … („vienna.at“)

Die Vorstellungen und Vorhaben, über die Maximilian Krauss mit Bürgermeister Häupl gesprochen hat, sollen nicht vom Gesetzt gedeckt oder sogar im Widerspruch stehen. Und erst seine Ideen,  die sollen mit seinen Aufgaben als Vizepräsident auch nicht kompatibel sein. Wahrscheinlich will er nicht, dass das Schulsystem dazu missbraucht wird, bereits aus unseren Kleinsten, verblödete Genossen zu machen, die später, höchst erfolgreich,  dazu beitragen werden, dass es mit Österreich weiter abwärts gehen wird.

Und was Maximilian Krauss geplant habe, wollte unser „ehrenwerter“ Bürgermeister auch nicht von sich geben, schließlich war es ein „Vier-Augen-Gespräch“. Irgendwie eigenartig ist es schon, dieses Verhalten. Fast könnte man dabei an eine Schmutzkübelkampagne denken. Natürlich machen so etwas unsere „ehrbaren“ Sozialdemokraten nicht, die doch nicht. 🙂