Einäugige Justiz

Einfach nur EkelhaftDass unsere hochwohllöbliche Justiz nicht gerade durch Glanzleistungen auffällt, dürfte mittlerweile für einen aufmerksamen Zeitungsleser kein Geheimnis mehr sein.
Nicht dass ich mich darüber aufregen würde, dass ein so wenig wertvoller Zeitgenosse wie ein Doppelmörder frühzeitig aus der Haft entlassen wird, weil er angeblich keine Gefahr mehr darstellt und der dann bei einer neuen strafbaren Handlung ertappt wird und dabei auf die einschreitenden Polizisten mehrmals schießt und sich letztendlich auch noch einer Handgranate bedienen will.

Mich stört viel mehr, dass bestimmte ethnische Gruppen oder gar Angehörige einer gewissen Religion quasi unter „Artenschutz“ zu stehen scheinen, wenn sie gegen Andersdenkende oder Andersgläubige hetzen oder auch gutheißende Kommentare hinsichtlich der Ausübung von Gewalt gegen Menschen wegen Beleidigung von Allah und des Propheten Mohammad abgeben.

Der Grazer Lehrer hatte nach den Attentaten in Paris vor Schülern gemeint, es sei in Ordnung, jemandem wehzutun, der Allah beleidige. Jener Grazer Islam-Lehrer, der im Jänner nach umstrittenen Aussagen vom Dienst frei gestellt worden war, darf wieder unterrichten. Die Justiz hat die Ermittlungen eingestellt, da er die Worte – wenn überhaupt – lediglich vor ein paar Schülern geäußert hatte. Es fehle strafrechtlich schlichtweg an der nötigen Publizität. Seitens des Landesschulrats will man “ein Auge auf die Situation” haben. („diepresse.com“)

Strafrechtlich fehlt also die Publizität. Das ist aber nett. Also ist es in Ordnung, wenn man, sozusagen im kleinen Kreis es gut heißt, gegen jemanden wegen Beleidigung von Gott, einer „Person“, von der man eigentlich nicht mit Gewissheit weiß, ob sie wirklich existiert oder nicht, Gewalt auszuüben. Und es spielt scheinbar auch keine große Rolle, dass jene Person, die so großzügig mit dem menschlichen Leben umgeht, ein positives Vorbild sein und bestimmte Werte vermitteln sollte.

“Sobald die entsprechende Stellungnahme von der Staatsanwaltschaft Graz bei uns eingetroffen ist, wird die Dienstfreistellung wieder aufgehoben”, sagte ein Sprecher von Landesschulratspräsidentin Elisabeth Meixner am Mittwoch. Für die betroffene Schule sei es nun eine “schwierige und nicht angenehme Situation”, gestand man ein. Sowohl die pädagogische Schulaufsicht als auch der Direktor wollen die Situation genauer beobachten. („diepresse.com“)

Und jetzt ist alles wieder in Ordnung. Die Staatsanwaltschaft hat nichts Verwerfliches an den Aussagen dieses „Pädagogen“ feststellen können, und messbarer Schaden wurde auch keiner verursacht, also was soll’s.

Und wenn einen seiner Schüler die Sehnsucht nach dem Paradies plagen und er den Weg in den „Dschihad“ finden sollte, ist es sowieso nur ein bedauerlicher Einzelfall, an dem, sollte tatsächlich irgendwer die Schuld daran haben müssen, es nur die rassistische österreichische Gesellschaft sein kann, die den armen Jugendlichen in den Tod getrieben hat, die letztendlich für seine Todessehnsucht die Verantwortung trägt.

Reißt hingegen aber ein sturzbetrunkener Gemeindebauschlurf, der in der Schule, dank seiner „Leistungen“ immer in der Klasse mit der „Eselsmütze“ auf dem Kopf gesessen ist, oder regelmäßig die „Dodelecke“ bewohnt hat,  in Unkenntnis der Geschichte am Stammtisch seiner Lieblingskneipe die Futterluke zu weit auf und krakelt, etwas bestürzt über die Politik unserer rot-grünen Schadensfälle der Evolution, und meint, dass man in den 3oer- und 40er-Jahren gewusst hat, wie man Volksschädlingen umgeht, ja dann ist Feuer auf dem Dach, dann glänzen unsere „bunten“ Gratisblätter wieder mit so Schlagzeilen: „Rechtsradikalismus auf dem Vormarsch“ oder „Nazigruppe im Gemeindebau aufgedeckt“.

Und um ein Exempel statuieren, fährt der guten Mann, dem man eigentlich nur den Vorwurf machen kann, dass er eigentlich ein Idiot ist, ein Opfer unseres Schulsystems ist, für ein paar Jahre wegen „Widerbetätigung“ ein.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!