Endgültig übergeschnappt?

Die GrünenDass die Grünen nicht gerade zu den hellsten Köpfen unseres Landes zählen, wird uns tagtäglich in Wien bewiesen. Man kann es aber auch übertreiben. Ein ganz besonderes Exemplar dieser Gattung ist bekanntlich unsere liebe Frau Witzebürgermeisterin, die mittlerweile den Meistergrad im Gebären von schwachsinnigen Ideen erlangt hat.

Ihr neuester Geistesblitz hat es wirklich in sich. Sie will mehr Grünfläche. Die Idee ist an sich nicht schlecht. Käme sie nur nicht von den Grünen. Wie wir alle mittlerweile leidvoll erfahren durften, schaffen es die Grünen, wie keine andere Partei, aus einer guten Idee, einen Griff in das Braune zu machen. Mit der „neuen“ Mariahilfer Straße haben sie es ja hinlänglich bewiesen.

In neuen Stadtentwicklungsgebieten wird der Grünraum künftig „in einer sehr frühen Planungsphase“ festgelegt – und zwar anhand von „Kennwerten“, die bei künftigen Bauprojekten eingehalten werden müssen: 16,5 m2 Grün- und Freiraum pro Person sollen im Umkreis von sechs Kilometern zugänglich sein. Im unmittelbaren Grätzel (250 Meter Umkreis) sollen es zumindest 3,5 m2 sein.

Der Grüngürtel rund um Wien soll ebenfalls geschlossen werden. Drei große Erholungsgebiete sind in Planung: Der Norbert–Scheed-Wald im 22. Bezirk. Das Lobauvorland, das als „Puffer“ zwischen dem Nationalpark und den Siedlungen entsteht. Auch der Rendezvousberg im 21. Bezirk, derzeit teils noch Ackerfläche, soll künftig als Erholungsgebiet für die Wiener dienen. (diepresse.com)

Abgesehen von der Finanzierung, wie will die Gute das wirklich umsetzen, all den Grünraum und die grünen Inseln? Woher will sie den Platz dafür nehmen, für die 3,5 m2?

Wenn nur genug Platz vorhanden wäre, für die Verwirklichung dieser grünen Flatulenz. Gut, bei neuen Projekten, da kann man ja  Grünraum schaffen. Es dürfte an sich kein Problem sein. Man muss es nur entsprechend planen, das Projekt. Und da ist schon wieder das Wort, planen. Als ob die Grünen so etwas könnten, etwas planen.

Aber woher will unser griechischer Exportartikel wirklich den Platz nehmen, in Bezirken, wo es jetzt schon zu eng auf den Straßen ist, wie zB in Wien-Neubau oder in Mariahilf?

Ich glaube kaum, dass in Bezirken mit chronischem Platzmangel auf den Straßen, Teile von Halteverbotszonen oder Teile von Radwegen dafür herhalten werden. Höchstwahrscheinlich wird es wieder den Autofahrer treffen, der die Rechnung dafür bezahlen wird. Ein weiteres großflächiges Parkplatzsterben wird einsetzen, von dem im Prinzip nur unsere rot-grüne Abzockgesellschaft, auch Wiener Stadtverwaltung genannt, als Betreiber von Parkgaragen, profitieren wird – pecunia non olet.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!