Es geht doch!

Strafe trotz Vignette: ASFINAG gibt nach (Printausgabe „Heute“, 23.07.2013). Eine tolle Artikelüberschrift. Es hat sich in scheinbar alles in Wohlgefallen aufgelöst.

„Natürlich muss er jetzt keine Strafe zahlen“. So klopft man sich selbst bei der ASFINAG auf die Schulter.  Der Autofahrer muss die Strafe nun doch nicht bezahlen. Und die Tankstelle, an der der Stein des Anstoßes verkauft worden ist, bekommt eine neue Zange, damit ja keine sternförmige Lochung diese rosa Stuhlprobe verschandelt. Schließlich müssen Löcher rund sein.

So einfach ist es aber nicht. Man entschuldigt sich und das soll es gewesen sein? Betrachten wir diesen Vorfall einmal etwas näher. In einem Verwaltungsstrafverfahren muss immer der Angezeigte beweisen, dass er, die ihm angelastete Verwaltungsübertretung,  NICHT begangen hat. Der Anzeiger, sprich das Behördenorgan ist da im Vorteil. Es genügt seine Denunziation, die immer über jeden Zweifel erhaben ist.

Nun geht es doch. Warum hat man, nachdem man Rechnung und Foto der Vignette erhalten hatte, nicht gleich so reagiert? Entweder hat hier die natürliche Dummheit eines Schreibtischattentäters zugeschlagen oder man wollte sich bei der ASFING schlicht und einfach die benachteiligte Position des Autofahrers für den eigenen Vorteil zu Nutze machen und wieder einmal einen armen Idioten abzocken.

Also, meine lieben autofahrenden Freunde, seit vorsichtig, viele sind auf Österreichs Straßen unterwegs, die Euch Böses wollen.

 In diesem Sinne: pecunia non olet …