Faynocchio und die Raucher

Unser rot-schwarz gefärbtes dynamisches Duo mit den stetig wachsenden Nasen hat es bei den Koalitionsverhandlungen wirklich nicht leicht. Nachdem es auf den Spuren von Jesus gewandelt ist und das Budget-Wunder vollbracht hatte, stehen die beiden Spezialisten für Unerklärliches wieder am Rande eines riesigen Fettnäpfchens. Man arbeitet an einem totalen Rauchverbot in  Lokalen – heute.at berichtete darüber.

Ich als überzeugter Nichtraucher und Feind des blauen Dunstes würde im Gegensatz zu den Beiden noch einen Schritt weiter gehen: ein totales Rauchverbot in der Öffentlichkeit und die Steuern und Abgaben für Tabakwaren verfünffachen.

Meine Einstellung war nicht immer so radikal. Mittlerweile hat sich das aber Verhalten der Raucher schlagartig geändert. Es erinnert in seiner Rücksichtslosigkeit an das Verhalten,  der von Fußgängern und Autofahrern so „geliebten“ pedaltretenden Taliban, die bekanntlich unter dem Schutz unserer so „geschätzten“ Frau Vizebürgermeisterin und ihrer geistig nicht so regen GenossInnen stehen.

Man vertritt seitens der Raucher mittlerweile sogar die Meinung, dass Nichtraucher es gefälligst zu akzeptieren haben, dass man raucht. Und wenn der Zigarettenqualm stört, kann man ja wo anders hin gehen.

Früher war es so, dass, wenn Raucher und Nichtraucher gemeinsam an einem Tisch saßen, sich Raucher rücksichtsvoller verhielten und einige von ihnen sogar fragten, ob man rauchen darf. Lange, lange ist es her. Heute muss ein Nichtraucher froh darüber sein, wenn ihm der Zigarettenrauch nicht direkt in das Gesicht geblasen wird.

Und zudem hat sich auch eine neue schlechte Gewohnheit  bei den Rauchern eingeschlichen. Um die eigene Wohnung nicht zu verstinken, rottet man sich jetzt am Gang oder im Stiegenhaus zusammen  und verpestet dort die Luft.

Nun aber zurück zu unseren beiden Freunden. Ich persönlich kann mir nicht vorstellen, dass die beiden Herrn, die mit dem Rückgrat eines Tintenfisches gesegnet sind, den Mut aufbringen werden, die Verantwortung für ein Rauchverbot in Lokalen zu übernehmen, wenn sie schon in Bezug auf das Budgetdefizit nicht den Mut zur Wahrheit hatten. Höchstwahrscheinlich soll das Rauchverbot in Lokalen ohnehin nur für eine weitere Steuer- oder Gebührenerhöhung herhalten.

In diesem Sinne: Freundschaft Genossen, lebtet lang und seid produktiv