Frei von Moral und Anstand

Blicken wir einmal ein paar Monate zurück, als Chinas Geschenk an die Welt, die „Rote Pest“, auch begann, sich in der Volksrepublik Bananistan auszubreiten. In Regierungskreisen war man damit beschäftigt, sich die Textilien kräftig einzunässen, da die dringend erforderlich gewordenen Masken und Desinfektionsmittel nicht gerade in rauen Mengen verfügbar waren, und erfand so manches Argument das dagegen sprach und holte so manche schwachsinnige Flatulenz eines weichhirnigen Experten, der sich in Karl-Marx-Stadt, in der dortigen Universität, seinen akademischen Grad ersoffen haben dürfte, hervor und „beglückte“ damit die Bevölkerung.

Den wahren Höhepunkt dieser Peinlichkeit aber, wie kann es anders sein, den lieferte man damals in Wien, und es waren die Wiener Linien, wo noch politische Offiziere über die ideologische Reinheit wachen und jeden Versuch der Bediensteten, denken zu wollen, im Keim ersticken.

In einem Aushang, da vertrat man in bester sozialdemokratischer Tradition so Thesen wie, dass Desinfektionsmittel nur im Gesundheitsbereich eingesetzt werden sollen, dass Handschuhe die Haut schädigen und zu dem nicht nötig wären, da COVID-19 durch Tröpfchen oder die Luft übertragen wird und Ansteckungen über Gegenstände bzw. Oberflächen sehr unwahrscheinlich sind. In weiterer Folge verwies man in diesem Aushang noch auf gesunde Ernährung und darauf, soziale Kontakte zu reduzieren und den Kontakt zu Erkrankten zu meiden. Zudem empfand man regelmäßiges, 20-sekündiges Händewaschen als Maßnahme ausreichend.

Mal ehrlich, meine lieben Leser, klingt das nicht nach den Ratschlägen eines Esoterikers der seine Globuli verkaufen will? Mich hat damals eigentlich nur überrascht, dass man keinen Schutzschirm für ein paar Millionen Euro um die Busse und Wagons der Wiener Linien ziehen ließ. Wie wir nur zu gut wissen, haben Wiens Genossen eine entsprechende Fachkraft an der Hand. Und wenn man den Auftrag, jeden Wagon oder Bus zu schützen, einzeln vergeben hätte, da wäre eine Ausschreibung sicherlich auch nicht notwendig gewesen.

Nun aber wieder zurück zur Gegenwart, wo gar wirklich niederträchtiges Handeln von Wiens Bolschewikenpack seinen Weg an die Öffentlichkeit gefunden hat. Damals gab es bei den Wiener Linien jemanden, der es scheinbar nicht für in Ordnung befunden hatte, wie leichtfertig man da mit der Gesundheit der Bediensteten umgeht, wie man damit auch jene gefährdet, die entweder über kein Auto verfügen oder durch Birgit Hebeins „psychotische“ Schübe auf die öffentlichen Verkehrsmittel gezwungen werden, der aufgestanden ist und diese Zustände öffentlich angeprangert hatte. Man stufte seine Kritik jedoch als Blasphemie, als Gotteslästerung, ja gar als Majestätsbeleidigung ein und sprach die Kündigung aus.

Sein Anwalt Johannes Bügler kann diesen Schritt nicht nachvollziehen: „Die Missstände waren bereits durch Pressemeldungen in der Öffentlichkeit bekannt.“ Der Prozessspezialist sieht zudem die Vorgehensweise als rechtswidrig an. Brandl war nicht nur Personalvertreter für die Landesbediensteten, sondern auch Betriebsrat für Angestellte. Für beide Funktionen würde ihm daher der entsprechende gesetzliche Schutz gebühren – was eine Kündigung in dieser Form ausschließt. („krone.at“)

Man kann nur hoffen dass Richard Brandl Gerechtigkeit widerfährt, in Zeiten wie diesen, wo Misswirtschaft und Machtmissbrauch als nichts Negatives mehr gesehen werden, sind engagierte Personalvertreter, die ihre Tätigkeit nicht darauf beschränken, das eigene Nest zu polstern, dringend von Nöten.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!