Kostenloses Wasser für Wien

Umweltstadträtin Ulli Sima wirbt für unser Trinkwasser. Es soll nicht nur ausgezeichnet schmecken sondern auch kostenlos sein.

„Kostenloses, quellfrisches Wasser aus den Bergen bieten an diesen heißen Tagen Erfrischung in der ganzen Stadt – und das zum Nulltarif. 900 Trinkbrunnen stellen sicher, dass alle Menschen, die in der Stadt unterwegs sind, jederzeit und gratis auf bestes Wiener Wasser zugreifen können.“ APA-OTS, 20. Juni 2013

Zum Glück kommen diese Worte aus dem Umweltressort und nicht aus dem Finanzressort der Stadt Wien.

Kostenlos ist dieses Wasser mit Sicherheit nicht. Jetzt, kurz vor der Wahl, versucht man noch, auf Landesebene, Teile des sinkenden Schiffes zu retten und der Bevölkerung vor Augen zu führen, was man alles für sie geleistet hat. Ein misslungener Versuch.

Wie kommt das Wasser in den Trinkbrunnen? Wird das Wasser vielleicht durch kleine rote Heinzelmännchen in magischen Behältnissen in die Stadt getragen, des Nachts wenn die Bürger fest und tief in ihren Betten ruhen? JA, NATÜRLICH, aber nur in der Traumwelt sozialdemokratischer Politiker.

Selbstverständlich kommt das Wasser aus Rohrleitungen, die über unzählige Kilometer, über der Erde und auch unterirdisch, durch unser Land geführt werden. Zum Nulltarif?

Nein, natürlich nicht. Viele Männer und Frauen, Baufirmen, Wartungspersonal, haben dafür gesorgt, dass das Wasser der Natur entrissen wird und uns Menschen labt. Und all diese Menschen arbeiten umsonst? Aber nein, sie müssen ja für ihren Lebensunterhalt durch Arbeit vorsorgen, die Familie versorgen. Und dazu braucht man in unserer Kultur eben Geld.

Geld ist also das Zauberwort. Menschen bekommen Geld für ihre Arbeit, Firmen, die diese Menschen beschäftigen, bekommen Geld  für die Leistung ihrer Angestellten.

Und woher bekommt die Stadt Wien das Geld, mit dessen Hilfe man euch das Wasser schenkt und die Brunnen baut? Von den Bewohnern Wiens natürlich! Ihr bezahlt doch Steuern und Abgaben, und immer mehr davon.

Also, denkt an dieses großzügige Geschenk von Wiens Politiker, wenn die nächste Steuer- oder Abgabenerhöhung kommt.

Ein guter Tag des Nachdenkens wäre der 1. Juli. Da erhöhen die Wiener Linien, wieder einmal, die Tarife.

Und für alle, die ein bisschen mehr wissen wollen … die Aussendung im Original:

http://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20130620_OTS0178/sima-mehr-als-900-trinkbrunnen-mit-kostenlosem-erfrischenden-wiener-hochquellwasser-in-der-ganzen-stadt