Majestätsbeleidigung?

Felix Baumgartner. Einer der wenigen prominenten Österreicher der nicht bis zum Hals im Rektum unserer Bundesregierung steckt und dieses bis zur völligen Erschöpfung poliert. Ja, da entgeht Werner & Co wirklich etwas. Bei der Konstitution die unser Felix hat, da könnte er wirklich lange schrubben und polieren.

Aber er hat Recht mit seiner Kritik an Werner & Co. Das Einzige was diese Vögel wirklich zustande bringen ist doch, sich selbst voller Stolz auf die Schulter zu klopfen, für das was sie (sich) geleistet haben und dabei nicht zu realisieren, dass sie dabei kopfüber in jenen Haufen Scheiße knallen, den sie zuvor produziert haben.

Natürlich nimmt man es ihm übel, dass er nicht in der langen Schlange der Möchte-gern-Promis ansteht, die voller Hingabe von einer Anti-Strache-Kundgebung zur Nächsten pilgert und die anschließend voller Stolz über das Geleistete, selbstzufrieden mit sich selbst, masturbiert bis die linke Hand glüht und die Schädeldecke abhebt, sondern stattdessen es wagt, eine Meinung zu vertreten, die nicht mit jener unserer linken Blödies ident ist. Und das öffentlich und noch dazu im sozialen Netzwerk, auf Facebook, was für eine Blasphemie.

Was hat der gute Felix wirklich so schlimmes getan? Nichts, außer, dass er an der Vorgehensweise unserer denkbefreiten Freunde des Volkes etwas süffisant Kritik geübt hat.

Screenshot Facebook Felix Baumgartner (c)Und die Reaktion darauf, von einem wirklich „unabhängigen“ Medium:

Abgesehen vom etwas hinkenden Vergleich Baumgartners: Fischen ohne Angelschein ist in Österreich mancherorts durchaus erlaubt. Anglerressorts, Fischzüchter oder private Teichbesitzer bieten meist gegen eine Gebühr Angelmöglichkeiten an, oft in Kombination mit dem Verleih von Ruten und Ködern. Was den Grenzübertritt ohne Pass betrifft, so fragt man sich, ob Baumgartner das Schengen-Abkommen bekannt ist, das seit vielen Jahren innerhalb der EU das Reisen ohne Grenzkontrollen ermöglicht – wenngleich es aktuell schwer unter Beschuss geraten ist. („krone.at“)

Gilt nicht für die meisten, oder sogar für alle dieser, für den Fortbestand unserer Kultur so bedeutenden Menschen, die Visumspflicht? Und von einem gültigen Reisedokument oder einen geeigneten Identitätsnachweis, möchte ich erst gar nicht sprechen.

Wahrscheinlich gibt es, gut versteckt, irgendwo den Passus, dass, wenn man für die kulturelle und gesellschaftliche Weiterentwicklung in Österreich von Bedeutung ist, jene Rechtsvorschriften, die für das einfache Volk Geltung haben, nicht Anwendung finden. Aber was weiß ich schon.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!