Mehr Sicherheit in der Straßenbahn

Wien. Das Personal der Wiener Linien soll besser geschützt werden. Nach mehreren Attacken in den vergangenen Monaten hat man nun ein Sicherheitspaket präsentiert. So werden etwa die Fahrerkabinen für den älteren Straßenbahntyp E2 verbessert. Der Lenkerplatz wird mit einer erhöhten Glaswand ausgerüstet, wie es sie etwa in den Niederflurstraßenbahnen vom Typ ULF bereits gibt.

120 Garnituren sind davon betroffen. Zudem wird die Videoüberwachung ausgebaut. Bis Ende 2016 soll es in mehr als 60 Prozent aller Straßenbahnen Kameras geben. Bei den Bussen soll 2016 der Anteil der Fahrzeuge mit Videoüberwachung 75 Prozent betragen … (Zitat: „diepresse.com“)

Da kann man sich schon auf die nächste außerplanmäßige Tariferhöhung „freuen“. So, wie es um unsere weinrote Firma  finanziell bestellt ist, wird es neben der nächsten, jährlichen  „Inflationsanpassung“ eine weitere „Angleichung“ geben. Nennen wir sie einfach „Querulantenabgabe“. Denn nichts weiter sind sie, die Personalvertreter bei den Wiener Linien. Von der zunehmenden Gewalt, die in letzter Zeit scheinbar als legitime Artikulationshilfe betrachtet wird, sind nicht nur unsere lieben Mitarbeiter der Wiener Linien betroffen, sondern eigentlich jeder Wiener.

Dieses „Sicherheitspaket“ soll um die 2 Millionen Euro kosten. Und was ist mit den Passagieren, werden die jetzt von unseren Genossen, „quasi“ so als Dank, dem immer zur Gewalt bereiten Pöbel serviert?

Wie wird es wohl ablaufen, wenn so ein frustrierter Sozialhilfeempfänger, der gerade mit den Raten für seinen Mercedes SLK im Rückstand ist und dessen Mädels nicht mehr so richtig „Anschaffen“, weil sie auch wie ihr „Herrchen“ in die Jahre gekommen sind, sich mit etwas Stunk entspannen will? Oder wenn der nette Herr Mayer von „Nebenan“ frustriert seinem Kummer freien Lauf lassen will, weil er gerade festgestellt hat, dass sein längerfristiges Betthaserl ihm nicht den geforderten Respekt zollt und sich mit seinem besten Freund vergnügt, ja, dann wird es so richtig lustig. Allerdings nur für den Fahrer auf seinem bestens geschützten Sitz. Der bekommt Actionkino vom Feinsten geboten. Und das völlig kostenlos.

Während sich das Opfer, wehleidig wie es nun mal ist, sich mit schmerzverzerrtem Gesicht im eigenen Blut windet und unter jedem Schlag und Tritt nur so aufstöhnt, nützt unser guter Freund in seinem geschützten Bereich, nachdem er Polizei und Rettung verständigt hat, die Zeit und fertigt ein Video an. Natürlich nur zu Beweis- und Fahndungszwecken, dass uns dann noch lange auf „YouTube“ unterhalten wird.

Somit hat jeder etwas. Der Fahrer hat etwas zu erzählen, YouTube hat ein Video mehr, der frustrierte Zeitgenosse ist nicht mehr so frustriert, und das Opfer hat die Gewissheit, dass weniger Autoabgase in Wien, seiner Gesundheit nicht förderlich sind.

Und Maria Vassilakou schläft selig den Schlaf des Gerechten.