Meidlinger G’schichten

Weitere Bauarbeiten in einer Wiener Fußgängerzone: Am Mittwoch hat die Sanierung auf der Meidlinger Hauptstraße begonnen. Die Einkaufsmeile wird in den nächsten Jahren generalüberholt, die Gesamtkosten liegen bei 15,6 Mio. Euro. (Zitat: „vienna.at“)

Die Sanierung soll angeblich wegen des schlechten Zustands der Straße notwendig geworden sein. A  bisserl schmuddelig ist schon, die Meidlinger Hauptstraße.

Sie hat sich eben an den Stil so mancher Geschäfte angepasst. Und dass Angehörige so mancher Subkulturen der Straße ihren Stempel aufgedrückt haben ist auch nicht verwunderlich, schließlich werden die dortigen Sitzgelegenheiten, von so manchem, als das persönliches Wohnzimmer gesehen.

Und natürlich soll auch das Schanigartenkonzept geändert werden. Kaum überraschend, schließlich braucht die Stadtkassa Geld für weiteren teuren Nonsens und wahrscheinlich hat man bereits erkannt, dass man beim direkten Abzocken der Autofahrer bereits die Grenze des Erträglichen erreicht hat und man nun befürchtet, dass in naher Zukunft jedem blaulackierten Magistratsschweinchen, dass auf die Straße zum Geldeintreiben geschickt wird, ein polizeilicher Schutzengel mitgeben werden muss. 🙂

Und genauso wenig überraschend ist es, das auch einige angrenzende Straßen, saniert und anschließend verkehrsberuhigt werden sollen. Man nutzt nur wieder die Gelegenheit, den Autofahrern einen Knüppel zwischen die Beine zu werfen.

Erinnern wir uns doch mal. Vor nicht allzu langer Zeit war in der Onlineausgabe des Wiener Bezirksblatt, einem Sprachrohr unserer „Freunde des Volkes“, die Rede davon, dass dieses sozialdemokratisch-grüne Prachtstück rund 20 Millionen Euro kosten wird. Jetzt ist nur mehr die Rede davon, dass das Meidlinger Mahnmal der politischen Inkompetenz, auch „Via Votava“ genannt, rund 15 Millionen Euro kosten wird. Kaum zu glauben dass etwas,  dass unsere Genies im Rathaus planen, billiger werden kann.

Wird es wahrscheinlich auch nicht. Möglicherweise liegt hier nur ein „Blumscher Rechenfehler“ vor. Oder die „Kosten für die Beratungsgespräche“ mit den Firmen, die die Arbeiten ausführen werden, wurden in dieser Summe noch nicht berücksichtigt. Ein Schelm ist, wer hier Böses denkt.

Damals wollte man auch, dass die Meidlinger Hauptstraße zur Flaniermeile wird. Jetzt wird sie höchstwahrscheinlich zur Flaniermeile mit Zwangskonsumation geraten, da die wenigen Sitzgelegenheiten, die für die Allgemeinheit bestimmt sein werden,  von diversen Minderheiten als ihr persönlicher Schanigarten gesehen werden – „Warum du sitzen hier, das seien mein Platz!“ – so erlebt in einem Wiener Park mit einer hohen Dichte an Kültürbereicherer.

… Bezirksvorsteherin Gabriele Votava möchte dass die etwas in die Jahre gekommene Einkaufsstraße zur Flaniermeile wird. …

… Die Reschgasse soll zu einer Begegnungszone werden – ob das möglich ist, wird derzeit noch geprüft. … (Zitat: wienerbezirksblatt.at“)

Was soll man nun von unseren „ehrenwerten“ Stadtpolitkern halten? Lügen sie uns nur die Hucke voll oder leiden sie tatsächlich an politisch motiviertem Alzheimer? Wird nur mehr Politik für eine„politisch korrekte linksstehende  Minderheit“ gemacht? Wahrscheinlich liegt die Wahrheit irgendwo dazwischen.

Die Rechnung dafür wird aber wie immer der Steuerzahler begleichen und Gabriele Votava, Maria Vassilakou und all die anderen professionellen Schleimer klopfen sich vor Stolz auf die Schulter, für das was sie mit dem Geld, dass sie den Wienern aus den Taschen gezogen haben, alles geleistet haben.