Mit dem Zug unterwegs

Hund im FadenkreuzMit der ÖBB dürfte es wirklich aufwärts gehen. Ich glaube, dass man endlich begriffen hat, was „Service“ bedeutet. Offenbar hat man in diesem Zusammenhang auch erkannt, dass Hunde für eine Vielzahl von Menschen, nur eine Belästigung, nur ein unnützer Straßen- und Gehsteigverunreiniger, sind.

Wer kennt sie nicht. Die „liebe Frau“ von Nebenan. Den „netten älteren Herrn“ in der Nachbarwohnung.  Oder den Berufsarbeitslosen aus dem letzten Stock, der sich entschieden hat, auf Kosten der Allgemeinheit das Leben zu genießen, oder die linke Studentin mit der ständigen Bierfahne. Was haben sie gemeinsam?

Sie alle haben einen Makel der ihr soziales Umfeld dazu verleitet, sie nicht zu mögen. Kann ich irgendwie verstehen. Wer will schon einen schmarotzenden Berufsarbeitslosen, der sich täglich mit billigem Fusel den Verstand wegbläst, oder eine linke Studentenaktivistin, die anstatt zu studieren, sich lieber auf Demonstrationen herumtreibt und dort mit Steinen wirft, in der Nachbarschaft haben? Aber der „nette Mann“ und die „liebe Frau“. Was macht all diese Menschen so unsympathisch? Sie alle haben einen Hund mit dem sie die Nachbarn und die übrigen Hausbewohner belästigen, sie in ihrem Leben beeinträchtigen, die Lebensqualität im Haus minimieren.

Nun dürfte es auch bis zu der ÖBB durchgedrungen sein, dass es solche Menschen gibt. Menschen, die auf die Bedürfnisse anderer Menschen keine Rücksicht nehmen wollen, weil sie ihr Zwergenverstand in ihrer eigenen Welt gefangen hält.

Die neuen Regeln der ÖBB gelten bereits seit 2014 – aber kaum jemand kennt sie. War früher nur bei Liege- oder Schlafwagen das ganze Abteil bei nächtlichen Reisen mit Hund zu buchen, betrifft es nun auch Sechser-Sitzabteile. Laut Bahn, um Kunden die Allergien oder Angst vor Hunden haben, eine stressfreie Reise zu garantieren. („heute.at“)

Eine 21-jährige Wiener Kindergärtnerin hat es also erwischt. Dieses Prachtstück war mit ihrem Gehsteigverunreiniger mit der Bahn von Graz nach Feldkirch unterwegs.

“Der Zugbegleiter erklärte mir, ich müsse in der Nacht mit dem Hund alleine in einem Abteil fahren und alle sechs Plätze buchen. Ich glaubte, ich bin im falschen Film!” Statt 35 Euro Ticketpreis waren nun 210 Euro fällig – allerdings ließ sich der Schaffner erweichen und verlangte “nur” 30 Euro Aufpreis. Dafür musste Sarah packen und samt “Jessy” in ein leeres Abteil übersiedeln. („heute.at“)

Was ist nur los mit dieser Gurke. Anstatt für diesen unverdienten Preisnachlass dankbar zu sein, regt sich diese Tusnelda darüber auch noch auf. Wahrscheinlich stimmt es doch, dass solche „Tierfreunde“ über ein soziales, vielleicht auch über ein mentales Defizit verfügen. Und dieses Prachtexemplar im Besonderen: Eine Wiener Kindergärtnerin und dazu noch unverschämt, höchstwahrscheinlich eine aufrechte Sozialdemokratin, die mit dem Wunsch, alles umsonst zu bekommen, gesegnet ist.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!