Nazipantorte, bärtige Babys und ein toter Jugendlicher

Und wieder einmal sind es zwei Gerichtsurteile in zwei unterschiedlichen Gerichten, zwei unterschiedliche Delikte, die unsere Gemüter bewegen, die uns zum Kotzen bringen. Trotz aller Unterschiede haben sie aber etwas gemeinsam, ein Urteil, dass uns an den Gerichten zweifeln lässt.

In dem einen Fall ging es einer 41-jährigen Frau an den Kragen, die wegen „Wiederbetätigung“ angeklagt worden ist, und in dem anderen Fall wurde im Zuge eines Streites ein Jugendlicher niedergeschlagen, den der Schlag das Leben kostete.

Betrachten wir nun beide Fälle etwas näher. Eine 41-jährige Frau wurde wegen „Nationalsozialistischer Wiederbetätigung“ zu einer bedingten Haftstrafe von 12 Monaten, die noch nicht rechtskräftig sind, verurteilt, es gilt daher für sie vorübergehend noch die Unschuldsvermutung. Was hat die gute Frau nun so bösartiges, so perfides getan, um der „Nationalsozialistischen Wiederbetätigung“ schuldig zu sein?

Hat sich unsere „stramme Nazi-Braut“ für ein „Vereintes Europa“ mit der Hauptstadt Berlin eingesetzt, das frei von demokratischer Gesinnung regiert werden soll, wie einst in den 30er und 40er-Jahren? Oder hat sie zum (bewaffneten) Kampf gegen unsere neue Staatsreligion, dem Islam aufgerufen? Hat sie vielleicht auf eine etwas rustikale Art und Weise ihren Unmut darüber geäußert, wie die Bevölkerung Österreichs an die Brüsseler Narrengilde verraten wird oder war sie mit der Asylpolitik unserer „Ehe-für-Alle-Kandidat*Innen“ nicht einverstanden?

Nein, meine lieben Leser und Leserinnen, nichts von alledem hat sie verbrochen, ihr Handeln war noch niederträchtiger und noch bösartiger. Sie machte sich über etwas lustig, über das man sich gemäß dem linkslinken Reinheitsgebot nicht lustig machen darf.

Die gute Frau hat auf „Whatsapp“, Fotos der widerlichsten Art verbreitet, Fotos, deren Inhalt so widerlich, so grauenhaft war, dass selbst eine Enthauptung in Saudi Arabien wie ein Kindergeburtstag wirkt: eine satirische Bearbeitung der Verpackung einer Backmischung und ein Babyfoto mit Hitlerfrisur und –bart. Alleine schon das „Logo“ auf der Darstellung der Backmischung zeigt, dass es sich bei der Grafik um eine satirische Darstellung und nicht um ein „Nazikunstwerk“ handelt.

Mal ehrlich Freunde: Gibt euch der Schriftzug „Klo Koks Klan“ samt der dazugehörigen Grafik nicht zu denken. T’schuldigung, mein Fehler, mea culpa, mea maxima culpa, Linken fehlt ja die Fähigkeit zu denken.

Fassen wir es zusammen. Der Frau wird also vorgeworfen, mit einer satirisch überarbeiteten Packung Backmischung und einem grafisch bearbeiteten Babyfoto, für die die „Idee eines Europäischen Großreiches“ mit Hauptstadt Berlin einzutreten.

Und dann findet sich auch noch ein Richter, der in diesem peinlichen Akt von Rechtsprechung, dem ein dezenter Hauch von Cannabis anhaften dürfte, die Angeklagte auch noch schuldig spricht.

Wäre die Frau ein traumatisierter Kriegsflüchtling gewesen, der ein 10-jähriges Bobo-Töchterlein aus der Nachbarschaft begrapscht oder „bestiegen“ hätte , so wäre er wahrscheinlich nur zu einem dieser Wertekurse verpflichtet worden, wo die bloße Anwesenheit für eine erfolgreiche Absolvierung reicht.

Und in dem anderen Fall, wo ein Jugendlicher im Zuge einer etwas erregten Diskussion einen Faustschlag einstecken musste, der ihm irgendwie nicht bekommen ist, da gab’s auch ein Urteil, dass deutlich machte, dass regelmäßige unangekündigte Überprüfungen der Gerichtspersonen hinsichtlich des reichlichen Genusses von alkoholhaltigen Getränken während der Arbeitszeit oder des regelmäßigen Konsums von Afghanischen Wundertüten im Sinne einer gerechten und ausgewogenen Rechtsprechung von Nöten wären.

Es geht um die Nacht auf den 12. Februar vor einer Disco in Vösendorf. Dort wurde André L. tot aufgefunden. …

Der Anwalt der Familie, Philipp Wolm, aber fand heraus, dass der 17-Jährige brutal attackiert worden war. Einer der beiden Hauptverdächtigen (19) gab sogar offen zu, André L. geschlagen zu haben – wobei er als Motiv anführt, André habe seine Freundin schief angesprochen.

Daraufhin wurde wegen Mordes bzw. Totschlags ermittelt. Aber nicht lange: Denn ein (umstrittenes) Gutachten ergab, dass der 17-Jährige an einem akuten Atemnotanfall gestorben war. Der Jugendliche hatte chronisches Asthma, außerdem war er zum Todeszeitpunkt stark alkoholisiert.

Plötzlich ging es den Anklägern also nur noch um einfache Körperverletzung, wobei die Staatsanwaltschaft Wiener Neustadt dem Schläger eine Diversion von 350 Euro anbot. Wenn er zahlt, kommt es zu keinem Prozess. Gegen den Komplizen wurde das Verfahren überhaupt eingestellt. Wolm: „Die Hinterbliebenen sind frustriert und empört. Wir wenden uns an die Oberstaatsanwaltschaft.“ („oe24.at“)

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!

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