Neues aus dem Ländle

Wiener Neustadt dürfte eine der sichersten Städte Österreichs sein, zu mindestens scheint es für den aufmerksamen Zeitungsleser so. Wie sonst kann es sein, dass so mancher unserer tapferen Streiter für Recht und Ordnung die Zeit hat,  Frevler, die keinen Respekt mehr vor dem Fußgänger haben und einen Gehsteig zu einer Imbissbude oder noch schlimmer, zu ihrem Wohnzimmer umfunktionieren, zur Ordnung zu rufen und sie der gerechten Strafe zuzuführen. So geschehen in  Niederösterreich, unter der Herrschaft des „Heiligen Erwin“.

Mitternacht war längst vorbei, doch das Böse trieb sich immer noch auf den Straßen der Stadt herum, in diesem Falle auf den Gehsteig. Voll von bösen Gedanken und angetrieben von krimineller Energie war da ein junger Mann unterwegs, der wohl überlegte, wie er seinen Mitmenschen großen Schaden zufügen könnte.

Da es ihm an Fantasie und Kreativität nicht mangelte, kam er scheinbar auf die Idee, es den Wiener Radfahrern gleich zu tun, und den Fußgängern zu zeigen wo der Hammer hängt. Mit einem Kebab bewaffnet, setzte er sich, böse wie er nun einmal ist, mitten auf den Gehsteig und begann, den türkischen Burger zu verzehren.

Offensichtlich hatte unser Straftäter nicht mit den überaus motivierten Ordnungshütern der Stadt gerechnet und es kam, wie es kommen musste. Er wurde von einer tapferen Streife, die gerade unterwegs war, um dem Bösen entgegen zu treten, wie es so schön heißt, auf frischer Tat betreten. Ohne Rücksicht auf die eigene Sicherheit schritten unsere Freunde und Helfer ein und verhalfen der Gerechtigkeit wieder zu einem Sieg.

Wiener Neustadt muss wahrlich eine glückliche Stadt sein. Eine Stadt, wo nicht nur die Kriminalität ausgerottet worden ist, sondern, wo auch noch zu nächtlicher Stunde, wahre Menschenmassen auf den Gehsteigen unterwegs sind und die örtliche Wirtschaft beleben. Das größte Glück dieser Stadt dürfte aber sein, dass sie mit untadeligen und hoch motivierten Ordnungshütern gesegnet ist, denen nicht die kleinste Straftat entgeht.

… Drei Wochen später flatterte ein Strafzettel über 100 Euro ins Haus. Der Wortlaut: “…Sie haben im Sitzen einen Kebab-Imbiss verzehrt, wobei der Fußgängerverkehr behindert wurde.” Der Kaloriensünder erhob Einspruch. Resultat: Die Polizei milderte die Strafe auf 60 Euro. “Diesen Betrag habe ich dann bezahlt, obwohl mir die Buße sauer aufstößt”, ärgert sich Lukas. (heute.at)

Nur meine lieben Buben und Mädels in Blau, übertreibt es aber nicht, es könnte schon der nächste Kübel mit Fäkalien aufgefüllt worden sein und auf seinen Empfänger warten. 🙂