Neues aus dem sozialdemokratischen Paradies

Neue Österreichische FlaggeDas Wien anders ist, kann man bei so mancher Einfahrt lesen. Und so mancher „Bösmensch“ wird wohl meinen, dass dies wohl die einzig ehrliche Aussage ist, die seitens unserer hochwohllöblichen Stadtverwaltung jemals getätigt worden ist.

Jeder, der in Wien lebt und noch eines richtigen Gedanken fähig ist, wird es höchstwahrscheinlich auch so sehen. Wien ist wirklich anders, und das ist nicht als Kompliment gemeint. Wien ist auf dem besten Wege zu einem „Kommunistischen Paradies“, zu einer Neuauflage der DDR zu werden.

Unsere roten Brüder zeigen wieder einmal, und das mit einer gewissen Regelmäßigkeit, dass sie sich immer mehr zu einem politischen System hingezogen fühlen, welches irgendwie an die kommunistischen Schurkenstaaten vergangener Jahrzehnte erinnert. Man könnte fast meinen, dass unsere „Freunde im Rathaus“ auf eine „DDR 2.0“ hinarbeiten. Der erste Schritt in diese Richtung ist möglicherweise schon gesetzt. Menschen, die über unbewegliches Eigentum verfügen und die halt davon ein bisserl mehr besitzen, als unseren Neokommunisten von der SPÖ lieb ist, sollen dafür bestraft, also zur Kassa gebeten werden, denn nichts reinigt so gut wie eine hohe Geldbuße.

Wien. Bürgermeister Michael Häupl gefällt der Vorschlag seiner Parteijugend, eine Abgabe auf leer stehende Wohnungen einzuheben. Damit sollen Eigentümer motiviert werden, ihre Wohnung rasch (und nicht überteuert) zu vermieten. Dass diese Abgabe vor Jahrzehnten vom Höchstgericht wegen Verfassungswidrigkeit abgeschafft wurde, ist dabei Nebensache. Denn die Forderung läuft unter dem SPÖ-Titel „Kampf gegen Spekulanten“. („diepresse.com“)

Offenbar sind unsere Schüler Erich Honeckers davon nicht begeistert, dass es noch andere gibt, die Wohnungssuchende mit überteuerten Mieten ausnehmen dürfen. Und wenn der „Kampf gegen das Kapital“ nicht verfassungsgemäß ist, ja, dann bekommt das Kind eben einen neuen Namen und man führt dann den Kampf eben gegen Spekulanten. Ja, so kann man sich auch die Konkurrenz aus dem Weg schaffen.

Und Wiens rotes Prachtstück, unsere liebe Renate Brauner, die ihre Funktion, meiner bescheidenen und unwesentlichen Meinung nach, höchstwahrscheinlich nicht auf Grund ihrer fachlichen Qualifikation erhalten hat, denkt über eine „Strafsteuer“ für leerstehende Geschäfte nach.

Auch nicht die feine Art. Nachdem unsere Genossen offenbar einen Einkommensverlust, der durch, seien wir höflich, ihre etwas merkwürdige Wirtschafts- und Abzockpolitik zum größten Teil selbst verursacht worden ist, befürchten, soll eben ein Ausgleich geschaffen werden. Schließlich kann man nicht jeden Monat die Städtischen Tarife erhöhen. Und warum sollte es auch eine Renate Brauner interessieren, ob eine Firma kostendeckend oder auch mit Gewinn arbeitet. Hauptsache ist doch, dass die Abgaben und Steuern pünktlich bezahlten werden.

Der rote Kampf gegen Spekulanten hat am Donnerstag aber auch die Weinberge erreicht. Umweltstadträtin Ulli Sima (SPÖ) kündigte an, „Immobilienspekulanten in Weingärten einen Riegel“ vorzuschieben. Wer künftig einen Weingarten kauft, muss dort auch Weinbau betreiben. Ihn brach liegen zu lassen, um auf eine spätere Umwidmung in Bauland zu hoffen, ist dann verboten. Im Gegensatz zur Leerstandsabgabe wird dieser „Kampf gegen Spekulanten“ von allen politischen Seiten begrüßt. („diepresse.com“)

Dieser Kampf wird von allen politischen Seiten begrüßt? Wirklich von allen? Ich war bis jetzt der Meinung, dass es in Wien nur eine Person gibt, die den Rebensaft zu seinem Lebensinhalt gemacht hat. Dass ich mich so geirrt habe, einfach nicht zu glauben. Aber vielleicht ist dass die Erklärung für die Qualität der Politik in Wien.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen, Kampf dem Kapital!