Neues aus einer geschützten Werkstätte

Siegel der USA (GIF)Zufälle gibt es, die eigentlich gar keine Zufälle sein können. Gerade jetzt, wo dem großen Amerika, außenpolitisch gesehen, das Wasser bis zum Hals steht, waterboarding einmal anders, erscheint am Horizont der islamischen Verschwörung gegen die amerikanische Welt, ein neuer geheimnisvoller Anruf, der scheinbar die Bespitzelung der Menschen in aller Welt rechtfertigen soll.

Ein abgehörtes Telefongespräch zwischen Osama bin Ladens Nachfolger und Jemens al-Qaida-Chef soll auf bevorstehende Anschläge hindeuten. Ein weiteres (politisches) amerikanisches Märchen, mit dem man der „dummen“ Bevölkerung die „Wahrheit“ offenbart und das Verwerfliche am eigenen Handeln zu rechtfertigen versucht.

Da erinnert man sich sofort wieder an die Rechtfertigung für den völkerrechtswidrigen Einmarsch in den Irak, wo man Massenvernichtungswaffen „vermutet“ hatte. Natürlich wurden nie Beweise für die Existenz solcher Waffen gefunden. Der wahre Grund für den Einmarsch dürfte eher wirtschaftlicher Natur gewesen sein.

Dass die Amerikaner nicht die Hellsten unter der Sonne sind, darüber muss nicht mehr diskutiert werden. Sie beweisen es selbst, und dass mit einer gewissen Regelmäßigkeit.

Ein gutes Beispiel für die amerikanische Dummheit ist das Einreiseverbot für zwei britische Staatsbürger. Was haben die beiden „bösen“ Menschen eigentlich getan? Im Prinzip nichts, das strafbar wäre, weder in einer Demokratie, noch in den USA.  Etwas saloppe Tweets, anlässlich einer bevorstehenden Reise ins Land der unbegrenzten Möglichkeit, war für dieses Verbot die Ursache. Offenbar ist in den USA wirklich alles scheinbar „unbegrenzt“, sogar die Dummheit und deren staatlichen Verbreiter derselben. Die allzu peinlichen Details sind nachzulesen auf:

http://www.zeit.de/digital/internet/2012-01/dhs-verweigert-einreise-wegen-twitter

Und ein weiteres, ebenfalls Schlagzeilen verursachendes Musterbeispiel für den, in den USA offenbar in Verlust geratenen Menschenverstand, gibt es aus dem Jahre 2004. Man verweigerte damals Cat Stevens, der sich nach seiner Konvertierung zum Islam, sinnigerweise Yusuf Islam nennt, und dem offenbar seine kritische Haltung den USA gegenüber, so wie seine Konvertierung zum Islam, zum Nachteil angelastet wurde, die Einreise.

http://www.spiegel.de/panorama/terrorverdacht-angst-vor-cat-stevens-jumbojet-umgeleitet-a-319175.html