Neues aus Wiens geschützter Werkstatt

Wiener Rathaus 04 (Groß)Nun weiß es ganz Wien, nein, nicht ganz Wien. Eine kleine Gruppe von Erdenbürgern weigert sich konsequent und scheinbar auch mit Erfolg, zu realisieren, wie teuer uns rot-grün wirklich kommt. Nicht verwunderlich diese Haltung. Denn diese  Minderheit profitiert mit ihr ihren Günstlingen, den sogenannten Amigos, von diesem, durch Inkompetenz und politischer Misswirtschaft gefördertem System mehr als andere.

Mittlerweile sollen wir  für die finanziellen Sünden unser Stadtregierung etwas mehr als 500.000 Euro pro Tag an Zinsen zahlen. Ja, da kommt wahrlich „Freude“ auf.

GrafikMittel- und langfristig sei die Budgetpolitik von Rot- Grün “nicht mehr finanzierbar”, mahnt der Rechnungshof im Rohbericht (GZ 004.040/003- 3A1/14). So stiegen die Ausgaben gewaltig (siehe Grafik), gleichzeitig kosten die laufenden Kredite Unsummen: Auf Seite 108 schreiben die Prüfer etwa, dass sich die Zinszahlungen 2014 in der Gesamtbetrachtung auf 185,71 Millionen Euro summieren. Pro Tag müssen allein für die Zinsen 508.794 Euro bezahlt werden – oder pro Stunde 21.199,75 Euro. “Jetzt bestätigt der Rechnungshof, was wir schon seit Jahren sagen: Es fehlt an Transparenz und Professionalität”, fordert Wiens ÖVP- Chef Manfred Juraczka einen runden Tisch zur Finanzpolitik.

Finanzstadträtin Renate Brauner kontert: “In einer der größten Wirtschaftskrisen müssen wir investieren. Alles andere wäre falsch, ja fatal für künftige Generationen. Und: Wien erfüllt den Stabilitätspakt.” (krone.at)

Genehmigt sich unserer Renate regelmäßig eine größere Menge alkoholhaltiger Getränke, oder baut sich die gute Frau und vorbildliche Sozialdemokratin jeden Morgen gar eine „Afghanische Wundertüte“, die ihr den Verstand vernebelt?

Die Finanzstadträtin war not amused. In einem sehr netten und sehr langen Telefonat am Freitagabend versuchte Renate Brauner, den rasanten Anstieg der Pro- Kopf- Verschuldung von 872 Euro auf 2.518 Euro als Notwendigkeit im Kampf gegen die Krise darzustellen. Und sie fragte schließlich: “Also: Wo würden denn SIE sparen?” (krone.at)

Die Frage mit dem Sparen kann wohl, nicht einmal ansatzweise, ernst gemeint gewesen sein. Selbst mit etwas Wohlwollen für diese politische Fehlbesetzung, kann man diese Frage nicht einmal als „rhetorisch“ bezeichnen.

Um all die Einsparvorschläge aufsagen zu können, reicht ein einziger iPhone- Akku sicher nicht, Frau Vizebürgermeister. Aber ich liefere jetzt gleich eine kleine Auswahl an besonderen Schmankerln, die sich die Politik um unser Geld so leistet:

  • Mit 453.000 Euro wird die “Wienwoche” finanziert, inklusive “Perverser Initiative”.
  • Und (wie am Sonntag in der “Krone bunt” nachzulesen ist) erhält auch “Forum 23., Verein zur Förderung kultureller Aktivitäten in Liesing” satte 114.000 Euro.
  • Dazu kommen noch teure Posterln wie zwei Vize- Landtagspräsidenten, 46 Vize- Bezirksvorsteher, Fahrrad-, Fußgänger- oder Uni- Beauftragte.
  • Oder viel schmerzhafter: das Abenteuer, mit einem Frankenkredit vermutlich mehr als 346 Millionen Euro Steuergeld zu verjuxen. (krone.at)

Man muss sich eigentlich nicht besonders anstrengen, um feststellen zu können, wo wirklich gespart werden kann. Sicher wäre es ein guter Anfang, wenn man zuerst bei den Vereinen und Organisationen, die für das Wohl der Allgemeinheit bedeutungslos sind,  die Subventionen streicht. Ein Verein oder eine Organisation, die sich nicht selbst erhalten kann, hat jedes Recht auf Existenz verloren, da bei den Mitgliedern offenbar kein wirkliches Interesse am Fortbestand der Vereinigung besteht.

Gleiches gilt sinngemäß für Religionsgemeinschaften und jenen politischen Gruppierungen die unter dem Denkmantel der Religionsausübung ihrer Tätigkeit nachgehen und bestrebt sind, auf die Österreichische  Gesellschaft, Politik und Rechtsordnung einzuwirken um das Land an ihre kümmerlichen Bedürfnisse anzupassen um besser davon profitieren zu können.

Nicht unerwähnt dürfen auch jene Denkmäler, wie die „Via Vassilakou“ (Mariahilfer Straße) oder die Meidlinger Hauptstraße („Via Votava“) bleiben, die sich unsere Politikerinnen selbst gesetzt haben, damit man sie nicht vergisst. Liebe Mary, liebe Gaby, euch wird man mit Sicherheit nicht vergessen, nicht wegen eurer Denkmäler die ihr euch gebaut habt, sondern wegen eurer Leistungen. Und das ist sicher nicht als Lob gemeint.

Das war’s dann. Der Wille zu sparen wird wohl demnächst in rotgrüner Eintracht zu Grabe getragen und erhält seine letzte Ruhestätte neben all den nicht gehaltenen Wahlversprechern.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!