Neues vom Kanzler mit der Föhnfrisur

SPÖ-NEUUnser „sozial verträglicher“ Bundeskanzler melde sich wieder einmal zu Wort. Besser wäre es gewesen, er hätte es gelassen. Mich wundert es, dass seine Nase die übliche Größe aufweist. Ich hätte mit einem Zinken in der Länge von 30, 40 cm oder mehr gerechnet. Gut, man soll die kosmetische Chirurgie nicht unterschätzen.

Wenden wir uns wieder diesem Glanzstück sozialdemokratischer Abscheulichkeit zu. Der „Wahltalk“ in der Onlineausgabe der „Presse“ wirkte eher wie ein gut inszeniertes zwei-Personen-Stück, geschrieben von der SPÖ, als wie ein Interview. Rainer Novak streichelte unser rotes Pachtstück so sanft, wie eine Mutter das gerötete Popscherl ihres Kindes.

Die Highlights aus diesem Gespräch:

Wenn Sie Bruno Kreisky zitieren: Beobachter konstatieren einhellig, dass wir diese Rolle nicht mehr haben. Woher kommt das?

Ich bin in einem Alter, in dem ich mich schon noch an Bruno Kreisky erinnern kann. …

Werner Faymann kann sich an etwas erinnern, welche Überraschung. Ich hoffe, dass er sich nach der Wahl an seine „Wahlerversprecher“ erinnern kann und nicht wie üblich dem selektiven Alzheimer verfällt.

Die europäische Krise ist von der Finanzkrise ausgelöst worden. Aber ist es nicht auch ein Scheitern der Sozialdemokratie, die lang in Europa den Kurs vorgegeben hat?

Keine Partei kann sagen, dass sie in allen Ländern immer alles richtig gemacht hat. …

Bei der SPÖ müsste man allerdings Fragen, hat sie in den letzten Jahren überhaupt etwas richtig gemacht?

Ganz konkret gefragt: Schließen Sie aus, dass es in den nächsten Jahren im Sozialsystem eine Reform, oder nennen wir es beim Namen, ein Sparpaket geben wird?

Ein Sparpaket schließe ich aus. Ich weiß natürlich nicht, ob die Wirtschaft noch einmal so einbricht und ich Konsolidierungsmaßnahmen setzen muss. Das hat aber nichts zu tun mit den Sparpaketen, die es in Europa gegeben hat: Das waren Mehrwertsteuer-Erhöhungen, die besonders unsozial sind. Und das waren Kürzungen bei den kleinsten Pensionen.

Ein Sparpaket schließt er aus – traue keinem, der wie ein Frettchen grinst.

Ein 29-jähriger Leser fragt, ob er jemals eine staatliche Pension bekommen wird.

Wenn die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen passen, dann gibt es von mir ein klares Ja: Dann wird es diese Pension geben. Wenn die Beschäftigung so einbricht wie in Griechenland, dann weiß ich nicht, wie irgendwer etwas garantieren soll.

Wer ist für die Schaffung dieser Rahmenbedingungen zuständig? Offenbar nicht die Österreichische Regierung.

Und dass Sie in einem sehr jungen Alter Konsulent einer Bank waren?

Ich war damals beim Z-Klub, das war der Jugendklub. Dafür gab es eine relativ geringe Entlohnung. Es heißt auch, ich sei jahrelang Taxi gefahren. Ich habe den Taxischein gemacht, bin siebenmal gefahren, weil meine Eltern nebenberuflich ein Taxi hatten.

Die sozialdemokratische Sicht der Realität: Konsulent bei einer Bank, und in Wahrheit war er nur beim „Z-Klub“.

So wie es scheint, war Werner Faymanns beste Leistung, bis jetzt, dass er von einer Kariere als Taxifahrer Abstand genommen hatte. Die Wiener und die Besucher Wiens werden es ihm danken. Man stelle sich den Dauergrinser in einem Taxi vor. Faymann findet doch nicht einmal seine Schlüssel in der Hosentasche. Und da wollte er als Taxifahrer sein  „täglich Brot“ verdienen. In einer navigationsgerätefreien Zeit?

Und was wünschen wir uns von Werner Faymann? Dass er eine bessere Politik macht? Natürlich nicht, wir glauben nicht an Wunder. Aber wir wünschen uns, dass er der Politik den Rücken kehrt und das Feld Qualifizierteren überlässt.

Für alle, die dieses sozialdemokratische Märchen nachlesen wollen, das Elend im Original:

http://diepresse.com/home/politik/nrwahl2013/1447335/Faymann_Ich-schliesse-ein-Sparpaket-aus?_vl_backlink=/home/politik/nrwahl2013/index.do