Neues von unseren „biologisch“ abbaubaren Flaschen

Farbe von ScheißeEin neues Video von unserer selbsternannten Partei der ElitInnen ist wieder da. Es erinnert in seiner Einfachheit irgendwie an die damaligen Wahlwerbevideos und soll scheinbar positive Stimmung für die neue Mariahilfer Straße erzeugen.

Man erkennt deutlich, auf welche geistige Leistungsgruppe das Video hauptsächlich abzielt. Die Spaß & Fun-Gesellschaft, die fern von dem Gedanken, durch regelmäßige Arbeit für den Lebensunterhalt zu sorgen, in geistiger Trägheit, sich den Sozialstaat zu Nutze machend, durch den Tag bewegt.

Vielleicht fühlen sich auch noch ein paar von Wiens Bobos durch das Video angesprochen. Gut, das ist keine besondere Leistung, einen Bobo geistig anzusprechen. Dazu genügt im Grunde nur ein buntes T-Shirt mit der Aufschrift „Bio macht schön“, und schon würden diese Vögel in das nächste Geschäft stürmen, dass die Aufschrift „Bio“ trägt, und es ausräumen.

So ähnlich verhält es sich auch mit diesem Video. Wiens Arbeitsflüchtlinge, Berufsstudenten und -demonstranten  sehen sich höchstwahrscheinschlich schon, zwischen biologisch abbaubaren und koscher erzeugten Kunststoffpalmen auf bunten Sitzgelegenheiten herumlungern und gelangweilt im kostenlosen wLan surfen und sich zwischendurch, sozusagen als geistige Stimulanz, eine Afghanische Wundertüte hineinziehend.

Und meine lieben Bobos und Grünlinge, bitte stimmt für die neue Mariahilfer Straße, ihr verdient diesen Ort der Verkehrsberuhigung wirklich. Nur dürft ihr euch dann nicht aufregen, wenn Kinderlärm, oder, von orientalischen Düften beeinträchtigte bunte Vögel, mit ihren visionären Gedanken, lautstark in eure Gedankenwelt eindringen und in euren, von grünem Gedankengut geschädigten Gehirnen, wieder die Sehnsucht nach etwas Verkehrslärm wachsen lässt.

Ihr werdet euch auch dann nach den Autos sehnen, wenn ihr auf dem Weg zur U-Bahn oder zum Bus, durch Berge von Müll, Erbrochenem oder an Pyramiden von  leeren Bierdosen und deren, auf den Sitzgelegenheiten vor sich hin sabberten Besitzern, vorbei gehen müsst.

Natürlich darf man nicht auf jene Ein-Personen-Firmen vergessen, deren Geschäftsbereich üblicherweise der Gehsteig ist und deren Inhaber sich aus Personen rekrutieren, die einen etwas alternativen Lebensstil führen, dafür aber ohne festen Wohnsitz und ohne regelmäßiges Einkommen sind.

Natürlich sind sie keine gewerbsmäßigen Bettler. Gewerbsmäßige Bettler sind doch nur, genauso wie die Horden von osteuropäischen Taschendieben, eine Erfindung unserer rechtspopulistischen Partei, der FPÖ, oder wie sie von unseren Antifaschisten, so liebevoll, Nazi-Partei, genannt wird.

Hauptsache, Wien wird bunter und vielfältiger.