Noch mehr rot-grüne Demokratie für Wien

Schmarotzenden BallonsNach jahrelangen Verhandlungen sollen sich SPÖ und Grüne in Wien auf eine Reform des Wahlrechts geeinigt haben. Wie das “Ö1-Morgenjournal” am Mittwoch berichtet, sollen künftig 47 Prozent der Stimmen reichen, um eine absolute Mehrheit von über 50 der insgesamt 100 Mandate zu erhalten. Nach derzeitigem Wahlrecht würden der SPÖ Experten zufolge 44 bis 45 Prozent reichen. …

… Was die kolportierten 47 Prozent betrifft, wollte sich Schicker nicht im Detail äußern. Er betonte, dass bei bestimmten Konstellationen auch eine Mehrheit mit weit weniger Prozenten möglich sei. Grundsätzlich wolle er aber, dass das Wahlrecht “eine mehrheitsfördernde Komponente hat“. („diepresse.com“)

Damit hat Michael Häupl seine Chance vertan, etwas gegen das schlechte Image der SPÖ zu unternehmen und sich von der „Arbeiter- und Bauerstaatmentalität“ eines Erich Honeckers zu distanzieren. Die Zeit, wo man mit derartigem Schwachsinn das Volk einlullen hat können, ist längst vorbei, genauso wie die Zeit der Sozialdemokratie. Die hat längst ihren Wert verloren und ist zu einem Selbstbedienungsladen verkommen.

Jahrelange Verhandlungen wurden geführt und das ist das Ergebnis. Das spricht nicht gerade für die SPÖ und noch weniger für die Grünen. Es zeigt nur, dass die Fähigkeit aufrecht zu gehen und gleichzeitig in der Nase bohren zu können, ohne dabei auf die Fresse zu fallen, einem nicht für die Ausübung eines politischen Amtes qualifiziert.

Aber man muss Michael Häupl trotzdem gratulieren. Zu dem Mut, die Demokratie derart mit den Füßen zu treten und keine Konsequenzen zu fürchten. Sogar ein Erich Honecker oder Pol Pot höchst persönlich würden mit der Arbeit unseres „Vorzeigedemokraten“ zufrieden sein, wären sie nur kein Madenfutter.

In gewisser Weise hat er ja Recht, unser kleiner Dicker. Man kann es nicht einfach so hinnehmen, dass von Andersdenkenden das sozialdemokratische Amigosystem, das über all die Jahrzehnte, im Schweiße des Angesichts auf Kosten der Steuerzahler aufgebaut worden ist, torpediert wird. Da muss doch etwas unternommen werden. Der Futtertrog darf nicht gefährdet werden, schließlich muss man sich doch ungestört ein paar Millionen für schlechte Zeiten zur Seite legen können.

Und nicht zu vergessen, die gute Mary V. Sie und ihre „bio-macht-blöd-Partei“, die Umfaller des Jahrhunderts, noch ekelerregender und widerwärtiger als unser Werner mit seinem Michel. Die beiden wurden ja auch vom Leben mit einem schlimmen Rücken gezeichnet.

Aber die Mary, ein gefallener Engel, der nun an der Seite von Luzifers Botschafter auf Erden sitzt. Es ist schon erstaunlich wie rasch es gehen kann, wenn man am Futtertrog sitzt, dass man all die guten Vorsätze vergessen hat, mit denen man einst in den Kampf gezogen ist.

Ein Notariatsakt, und wenn schon, scheiß drauf, nur bedrucktes Papier, nur eine Lüge mehr, das Volk will doch betrogen werden.

Ein sozialdemokratisches Gebet