Politisches Kabarett einmal anders

Ich hielt unsere GrünInnen bis dato für Spaßbremsen und für eine Ansammlung von „Unfällen der Natur“. Allerdings muss ich jetzt meine Meinung etwas revidieren. Und da sagen meine Kritiker immer, dass ich nicht lernfähig sei. Ja unsere lieben Grünen brachten sogar mir etwas Positives, dem großen Zweifler und Nörgler.

Offenbar hat man erkannt, dass man als ernst zu nehmende Partei keinen Fuß mehr auf die Erde bringen wird und versucht nun, sich als Komiker, als Spaßvogel der Nation zu etablieren. Soviel Einsicht habe ich von unseren grünen Vögeln nicht erwartet.

Die Premiere als neue Volkskabarettisten lieferten die „Grünen Frauen Wien“. Und es wurde ein riesiger Erfolg. Da muss sich unser Werner schon sehr bemühen, um als Politclown nicht verdrängt zu werden. Ja, unsere grünen Frauen haben es sogar geschafft, die Wahlwerbevideos ihrer Eva Glawischnig, die an sich nur für unsere Armen im Geiste gedacht waren, zu toppen.

Viele werden es schon erraten haben. Es geht um die Kritik an unserem „Volksrocker“ Andreas Gabalier. Dieser dreiste Kerl hat es doch gewagt, beim Grandprix von Österreich die alte Version der Bundeshymne zu singen.

Erinnern wir uns kurz. Im Jahre 2011 beantragten SPÖ, ÖVP und die Grünen in geistiger Umnachtung, die Bundeshymne zu ändern. Man fügte etwas feministischen Mist in den von Paula Preradovic stammenden Text ein, und fertig war die Vergewaltigung unserer altehrwürdigen Hymne, die Österreich bis zu seinem beginnenden Niedergang so stolz begleitet hatte.

Und unsere „Zicken der Nation“ fanden es scheinbar gar nicht erbaulich, dass Andreas Gabalier, die echte, ursprüngliche Bundeshymne sang, die für viele von uns für das „gute, bessere Österreich“ gestanden war. Sie nannten es, ich zitiere aus dem offenen Brief: „Ihre Weigerung die aktuelle Version der österreichischen Bundeshymne zu singen, in welcher auch die historischen Leistungen der Frauen gewürdigt und somit auch die Töchter „besungen“ werden, ist nicht akzeptabel.

Um das Ganze noch unterhaltsamer zu machen, verlangen sie auch noch von unserem guten Andreas eine Rechtfertigung. Also haben sie doch Sinn für Humor, unsere “Bio-macht-blöd-Frauen“.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!