Sicher unterwegs auf Österreichs Straßen

Das ist kein Wahlversprechen einer Partei oder eines Politikers. Nein, unsere Exekutive selbst vermittelt dies in einem Artikel von „Heute“. In Zeiten wo auf Grund fehlenden Unrechtsbewusstseins unzähliger „Zierden der Gesellschaft“,  die alltägliche Kriminalität fast schon als „normal“, zur Kenntnis genommen, uns in Atem hält und der abendliche Gang ins geliebte Stammbeisel oder der Heimweg von diesem, zum realgewordenen Videospiel wird, überrascht uns die Exekutive mit einer neuartigen Radarpistole, die, man staune, den Übeltäter schon auf 1000 Meter erkennen kann. Ja, soviel Einsatz ist lobenswert. Und so bewaffnet kann Österreich nur noch sicherer werden.

Als wenn es keine andere Probleme gäbe. Frauen huschen ängstlich um sich blickend, zu vorgerückter Stunde, von der Bushaltestelle nach Hause; ältere Menschen pressen ängstlich ihren Einkauf auf dem Heimweg vom „Penny“ oder „BILLA“ an sich und so manchem Jugendlichen entlockt ein altes Mütterchen, das gerade mit der behoben Pension auf dem Nachhauseweg ist, ein optimistisches Lächeln.

Natürlich ist ein ertappter Geschwindigkeitssünder höherwertiger, als ein jugendlicher Großmutterschreck, der vorübergehend aus der Nahrungskette entfernt worden ist. Ein ertappter Geschwindigkeitssünder, wenn auch ausgezogen bis auf die Unterhose, noch kennt man gewisse Grenzen, fällt dem System nicht mehr zur Last. Ein ertappter Großmutterschreck hingegen, dem Zeit gegeben wird, über das Frevelhafte seiner Tat nachzudenken, kostet hingegen nur.

Also lernt daraus, meine lieben Buben und Mädels aller Altersgruppen. Das Böse lauert immer und überall.