Sie dienen doch nur der Allgemeinheit

Dass die SPÖ eine seltsame Auffassung von Fairness und Gerechtigkeit hat, weiß der österreichische Steuerzahler spätestens seit Bestehen der Regierung „Faymann 2.0“. Stein des Anstoßes ist diesmal aber nur ein SPÖ-Bezirksrat aus Simmering.  Diese Zierde der Gesellschaft arbeitet, wie kann es anders sein, in einem Betrieb der Stadt Wien, wo er als Funktionär,  wie es eben in einem sozialistischen Betrieb üblich sein dürfte, gewisse Privilegien genießt, die ein normaler Genosse eben nicht hat.

Er darf 40 Prozent seiner Arbeitszeit für seine Funktion als Bezirksrat verwenden. Und das bei vollem Gehalt, obwohl die Ausübung der Funktion eigentlich eine private Angelegenheit ist. Er ist kein Einzelfall, wie jeder Wiener weiß. Unser kleiner Dicker aus dem Rathaus, der geht doch auch während der Dienstzeit seinem Hobby nach. 🙂

Genosse Schicker, seines Zeichens SPÖ-Klubvorsitzender, der  hat natürlich so seine Probleme mit dieser Kritik:

Er bezeichnete die Veröffentlichung als „eine Diffamierung politischer Arbeit und des Einsatzes für die Allgemeinheit”. Wie berichtet, darf der Simmeringer SPÖ-Bezirksrat Heinz Herndlhofer 40 Prozent seiner Arbeitszeit bei der Wiener Netze GmbH (sie betreibt Strom- und Gasnetz) für seine politische Tätigkeit verwenden. Bei vollem Gehalt, und bis in den vergangenen Spätsommer hinein mit einem Dienstwagen.
Der Grund für Schickers Zorn: Das Dienstrecht erlaubt das auch Mitgliedern anderer Parteien, die entweder Beamte oder Vertragsbedienstete sind. Folglich sei die Angelegenheit kein Skandal der SPÖ. (Zitat: „die Presse.com“)

Teilweise hat Schicker damit sogar recht. Es ist ein Privileg aller politisch tätigen Personen bei der Gemeinde Wien. Aber das war es auch schon.  Mit Sicherheit gehört die Mehrheit dieser Privilegienritter der SPÖ an.  Schließlich ist es ein sozialdemokratischer Betrieb, wo man keine andere politische Meinung dulden kann. Ich möchte jedenfalls nicht in einem Gemeindebetrieb blauer Personalvertreter sein, wenn es dort überhaupt so etwas geben sollte.

Einsatz für die Allgemeinheit, das ist doch ein Hohn. Ich weiß nicht, was Rudi „Ratlos“ Schicker unter dem Begriff „Einsatz für die Allgemeinheit“ versteht. „Einsatz für die Allgemeinheit“ ist vielleicht nur eine Umschreibung für, möglichst denk- und arbeitsbefreit durch das Leben zu gehen und dabei alles was nur geht, abzustauben. Ist doch eigentlich wurscht, zahlt ohnehin alles der Steuerzahler.

Wer aber ist für jenes Dienstrecht letztendlich verantwortlich, dass einen derartigen Missbrauch  von Steuergeld erlaubt?

Möget ihr alle, für den Verrat  am Volke,  in der Hölle schmoren 🙂