Sinti und Roma wollen “Zigeunersauce” umbenennen

Offenbar hat nicht nur Österreich ein Problem mit „Blödmenschen“. In Deutschland steigt auch immer mehr an Dummheit nach oben. Ein Verein von Roma und Sinti ortet in dem Namen für eine Soße Rassismus. Lebensmittelhersteller besitzen doch die Frechheit, würzige Soßen, “Zigeuner Soße“ zu  nennen. Und das schon seit Jahren.

… “Ich hoffe, dass die Konzerne ein Einsehen haben und sagen, die Leute haben recht und nennen ihre Produkte anders”, sagte der Vorsitzende des “Forums für Sinti und Roma” in Hannover, Regardo Rose, am Mittwoch. Er fühle sich diskriminiert und beschimpft, wenn von Zigeunern die Rede sei, neun Geschwister und weitere Familienmitglieder von ihm seien im Konzentrationslager ermordet worden. … (Zitat vienna.at)

Dass seine Familie  in einem Konzentrationslager ermordet wurde, ist sicher tragisch. Aber wo gibt es einen Zusammenhang zwischen dieser Tragödie aus der Vergangenheit und der Namensgebung für eine delikate Soße in der Gegenwart? Natürlich nirgends. Und wie soll man „Zigeuner“ politisch korrekt wirklich nennen: „mobile menschliche Existenzen ohne festen Wohnsitz und ohne regelmäßiges Einkommen“?

… “Ich denke nicht, dass die Hersteller sich des Vorwurfs aussetzen wollen, rassistisch oder diskriminierend zu sein”, sagte Anwältin Kerstin Rauls-Ndiaye, die den Vorstoß begleitet. Es handle sich um ein höfliches, außergerichtliches Schreiben. “Das Wort Zigeuner ist unumstritten diskriminierend, da macht es die Sauce nicht besser”, meinte Kanzleikollege Dündar Kelloglu zu der Diskussion. … (Zitat vienna.at)

Und so denkende Menschen wollen ernst genommen werden?

Aber nun genug gescherzt. Irgendwann muss mit diesem Rassismus wirklich Schluss sein. Es kann doch nicht sein, dass so ein wundervolles und denkendes Geschöpf wie der Mensch, auf eine Speise reduziert wird. Das ist doch entwürdigend.

Steht auf, all ihr Wiener und wehrt euch, ihr seid weder mit einem Schnitzel verwandt, noch seid ihr „Würstchen“.

Trotz allem Sarkasmus und aller Ironie zu dem Thema, ob bestimmte Namen für Speisen tatsächlich rassistisch sind, sollte man die Augen nicht vor dem tatsächlichen Elend, das fast unsichtbar, hinter “verschlossenen Türen” passiert, verschließen. Die “Frankfurter Allgemeine Zeitung”, zeigt eine andere, tragische Seite, die nichts, wirklich nichts, mit “eingebildeten rassistischen Bezeichnungen” für Speisen zu tun hat.

Für alle die es wirklich interessiert, zum Nachlesen unter:

http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/roma-clans-elend-als-geschaeftsmodell-12092059.html