Skandal … Skandal … Skandal

Irgendwie witzig ist es schon. Ein Puff, Verzeihung, ich meinte natürlich einen Platz, der zum Verweilen einladet, ein Ort, an dem, von ihren Frauen so gestresste Männer einen Platz finden, um sich von den Sorgen des Alltags zu erholen, wurde just neben einem Kindergarten geschaffen.

In Wien-Floridsdorf gehen die Wogen hoch, und ein paar der braven, politisch so korrekten Mitmenschen schreien voller Zorn: „Brennen müssen sie, diese Hexen. An den Pfahl mit ihnen.“ Und in so manchem Baumarkt, sind Mistgabeln, Gummistiefel und Fackeln plötzlich Mangelware.

Wie Wiens Hamsterkäfigeinlage, „Heute“ in seiner Online-Ausgabe berichtet, wurde in der Floridsdorfer Hauptstraße 16, direkt neben einem Kindergarten, ein Männerparadies, ein Hort der Entspannung und Freude eingerichtet.

Die WIFF-Bezirksräte Hans Jörg Schimanek und Ossi Turtenwald orten einen “Skandal” und fordern die “umgehende behördliche Überprüfung der Betriebsgenehmigung”. Sollte diese vorliegen, müssten die Verantwortlichen im Magistrat “umgehend zur Verantwortung gezogen werden”, so Schimanek.

Auch der Betreiber des Kindergartens ist alarmiert: “Wir werden alles unternehmen, um die Schließung des Bordells zu erwirken.” („heute.at“)

Das Sahnehäubchen wäre dabei doch, wenn es sich bei diesem Kindergarten um eine jener Brutstätten handeln würde, wo im Auftrag unserer „Bessermenschen“, eifrige Genossinnen, junge Menschen zu aufrechten Antifaschisten und „ehrenwerten“ SozialdemokratInnen heranzüchten.

Ich kann es mir schon lebhaft vorstellen, wie die Kleinen ihren Eltern Fragen stellen werden.

 „Wieso schauen die Tanten immer so grimmig drein, wenn sie am Nachbarhaus vorbei gehen?“

„Ja“ werden die Eltern ihren Sprösslingen dann diplomatisch sagen, „dort arbeiten Frauen, die halt Männer mögen.“

„Mögen die Tanten diese Frauen nicht?“

Nun ist guter Rat teuer. Wie antwortet nun die politisch korrekte Mami oder Papi?

Bejaht man diese Frage, wird die nächste Frage höchstwahrscheinlich lauten:

„Sind die Frauen etwa böse?“

Ups, und schon ist man in die Falle gelaufen. Die Schlinge zieht sich zu. Das Atmen fällt Mami oder Papi schwer. Schweißperlen bilden sich auf der Stirn.

„Nein mein kleiner Liebling.“ Wird man dann diplomatisch antworten um dem Würgegriff der immer peinlicher werdenden Fragen zu entgehen.

„Können diese Frauen auch Kinder kriegen?“

Mist, das war wohl ein Schuss ins Knie. Der Wunsch, dass sich die Erde öffnen und alles verschlingen möge, nimmt immer konkretere Formen an.

Egal, was man nun antwortet, eines darf man nicht sagen, auch wenn es noch so auf der Zunge brennen sollte:

„Natürlich können diese Frauen Kinder bekommen. Die werden, wenn sie groß sind, Psychologinnen und arbeiten dann in einem Kindergarten der Stadt Wien.“

In diesem Sinne, Freundschaft meine Genossen!