Sozialdemokratie – Sozialidiotie

So wie es scheint, fordern die intellektuellen Fähigkeiten unserer hochwohllöblichen Stadtregierung ihren Tribut. Vieles deutet darauf hin, dass unseren „Freunden des Volkes“, finanziell gesehen, das Wasser bis zur Nasenspitze steht.

Dies könnte auch die Ursache dafür sein, dass Renate Brauner ihre Futterluke, ohne die Absicht zu haben, Nahrung zu sich nehmen zu wollen, nicht mehr so oft aufreißt und jedem gegenüber, egal ob er es hören will oder nicht, erklärt, dass Wiens Schulden überschaubar sind.

Vieles, was in letzter Zeit tatsächlich geschehen ist, deutet darauf hin, dass die Wiener Stadtregierung einem noch nie dagewesenen Finanzdebakel entgegen steuert und man einerseits nicht mehr weiß, woher man die vielen, vielen Millionen nehmen soll, um die, immer weniger werdenden loyalen Wähler und die ewig unzufrieden hingegen immer mehr werdenden „Bereicherer unserer Kultur“ bei Laune zu halten.

Ja, meine lieben Leser und Leserinnen, Michael Häupl und seine Schnalle, die Frau Witzebürgermeister haben bildlich gesprochen, in den letzten Tagen die Hosen herunter gelassen.  Was für ein Horrorfilm beginnt da jetzt vor dem geistigen Auge abzulaufen. Die beiden (politischen) Schwergewichte ohne Beinkleider sehen zu müssen, wirklich gruselig, diese Vorstellung. Na gut, noch schlimmer wäre es, Renate Brauner oder gar das dürre Gestell Eva Glawischnig nackt sehen zu müssen.

Begonnen hat dieses finanzielle Outing und ästhetische Gemeinheit damit, dass mehr als ein Drittel der Lampen bereits eine Stunde früher, also um 22:00 Uhr, im Dienste der Sozialdemokratie ausgehen, sie in den „Halbnachtmodus“ geschickt werden.

Konkret wird bei 60.000 (von 153.000) Leuchten auf Wiens Straßen – quer durch alle Bezirke – jeweils eine von zwei Leuchtstofflampen abgeschaltet, nun eben schon um 22 Uhr. Dass dadurch das Risiko von Unfällen steige oder die Stadt unsicherer würde, lässt Bekehrti so nicht gelten. „In aller Regel reicht die Beleuchtung auch im Halbnachtmodus aus“, sagt er. „Die Lampen sind aufgrund technischer Entwicklung besser geworden.“ Durch den vorverlegten Wechsel in den Halbnachtmodus würden „keine Zonen entstehen, in denen Menschen gefährdet sind“. Hauptstraßen, Geh- und Radwege seien von der Maßnahme nämlich nicht betroffen, in der Regel seien es eher schwach befahrene Nebenstraßen, wo es nun eben schon um 22 Uhr etwas dunkler würde. („diepresse.com“)

Das Argument, dass die betroffenen Straßen unsicherer werden, lässt Genosse Bekehrti nicht gelten. Damit hat er auch Recht. Durch diese Maßnahme wird nicht nur gespart, sondern gleichzeitig auch die Straßen sicherer, aber nur für jene unter uns, die es nicht so halten mit den Gesetzen, die einem kleinen Straßenraub, begangen an einem alten Muttchen oder einer kleinen unschuldigen Gruppenvergewaltigung nicht abgeneigt sind und den Österreichischen Schlampen doch nur das geben, was sie verdienen, die werden es in Zukunft leichter haben, sich der Gerechtigkeit zu entziehen, da ihre hässliche Fratze nur ein verwaschener Fleck in der Dunkelheit sein wird, auch eine Möglichkeit die Kriminalitätsrate bei unseren Migranten, den armen, ach so traumatisierten Neoösterreichern zu senken, die Beleuchtung zu reduzieren.

Doch nicht genug dieser rot-grünen Geistesblitze, da gibt es noch einen, und der hat es wirklich in sich, den kann man, ohne ein schlechtes Gewissen zu bekommen, durchaus als „humorvoll“ bezeichnen. Unsere beiden Spezialist*Innen, der Michel und seine, die in Wahrheit die Geschicke von Wien lenkende Frau Witzebürgermeister, sind vor den Vorhang getreten und haben gar Überraschendes bekanntgegeben: Wien braucht Geld, viel Geld deshalb muss an allen Ecken und Enden gespart werden. (Zitat “krone.at“)

Was für eine Glanzleistung. Gespart muss werden. Wie viele Doppelliter „Beeriges“ mussten da ihr Leben lassen, nur damit diese beiden „Hochdenker“, diese Gehirnakrobaten, die es im Leben außerhalb der besonders geschützten Zone nur zu einem Dasein als „abschreckendes Beispiel“, das man in der Schule herum reicht, wenn man den Kleinen nahebringen will, was passiert, wenn man sich im Leben nicht genug anstrengt, zu dieser Erkenntnis kommen konnten.

Und nun, die ganz große Überraschung: Sonja Wehsely, auch so Beispiel dafür, das auch Mutter Natur Grenzen hat und zudem nicht perfekt arbeitet, die hatte doch einmal eine Idee, die man wirklich als gut bezeichnen kann, und das ist nicht zynisch gemeint, auch ein dummes Huhn trinkt manchmal ‘nen Korn. Die gute Sonja will doch glatt bei der Erlangung der Mindestsicherung eine Wartefrist einführen.

Wie gut diese Idee wirklich ist, erkennt man schon daran, dass Wiens Vorzeigepolitikerin und Musterbeispiel für emanzipiertes Denken, unsere Frau Witzebürgermeister sich darüber echauffierte. Ein schönes Gefühl, nicht war meine kleine Sonja, endlich die Gewissheit zu haben, dass man nicht diese rote Flasche ist, für die man immer wieder gehalten wird.

Das Thema Mindestsicherung sorgt nicht nur in der Bundeskoalition zwischen Rot und Schwarz, sondern auch in der Wiener Koalition zwischen Rot und Grün für ein Zerwürfnis. Wiens Vizebürgermeisterin Maria Vassilakou (Grüne) warf am Samstag Sozialstadträtin Sonja Wehsely (SPÖ) gegenüber derstandard.at “Schnellschüsse und Alleingänge” vor, die kontraproduktiv seien. Grund sind Wehselys Überlegungen, eine Wartefrist für den Bezug der Mindestsicherung einzuführen.

Konkret schlug die SPÖ-Politikerin vor, einen gewissen Mindestaufenthalt in der Bundeshauptstadt einzuziehen, bis die Leistung bezogen werden kann. Anlass sind verschärfte Regelungen in anderen Bundesländern, die einen noch stärkeren Zuzug nach Wien erwarten lassen, sollte keine neue Bund- /Länder- Vereinbarung gefunden werden. (“krone.at“)

Seien wir mal ehrlich, dieser Idee kann man wirklich etwas abgewinnen. Hätte man allerdings nicht damit begonnen, den Inhalt des „Goldenen Füllhorns“ über den Köpfen unserer Migrant*Innen und jener, die vorgeben, verfolgt zu werden, sich aber im gleichen Atemzug jene Welt hier schaffen, vor der sie eigentlich geflohen sein wollen, so großzügig zu entleeren, würde diese Maßnahme nicht notwendig sein.

Und mit genauso einem Paukenschlag, wie dieses rot-grüne Outing der Inkompetenz begonnen hat, endet es auch: Unser kleiner Dicker überlegt doch ernsthaft, die Wiener Bezirke umzustrukturieren, einzelne Bezirke zusammenzulegen und so manchen Bezirk zu teilen. Kaum anzunehmen, dass an den Bezirksgrenzen zum Wohle der Stadtkassa und zum Wohle der Bürger gerüttelt wird, wohl eher zum Nutzen der Sozialdemokratie.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!

 

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