Tschetschenen, Bezirkshauptmannschaften und „Scheißhausgeburten“

Bananien lässt grüßen. Voriges Jahr im August geschah etwas gar fürchterliches, etwas, das  typisch für Österreich ist, wo jeder Arsch, mag er auch ein noch so großer Haufen Scheiße sein, willkommen geheißen wird. Überraschenderweise war es nicht Bolschewikistan, die Stadt wo der zweibeinige Müll, nicht nur der politische,  das öffentliche Leben bestimmt,  das Refugium des gesellschaftlichen Auswurfes, jener Ort, wo die Asylindustrie und all die  anderen Zeitgenossen, die weder mit Heimatliebe noch durch demokratische Gesinnung glänzen, die gesellschaftliche Randexistenzen, warum auch immer, um sich versammeln und durch großzügige Alimentation bei Laune halten.

Es geschah im einstmals so schönen, so gastfreundlichen Burgenland, genauer gesagt in Oberwart, wo ein paar dieser, als ausgesprochen friedfertig bekannten Tschetschenen versucht haben sollen, bei einer Kebabbude einem 30-jährigen Wiener Neustädter die Vorzüge ihrer Kultur, die der unsrigen bei Weitem überlegen sein soll, näher zu bringen.

„Er begann ohne mit der Wimper zu zucken auf mich einzudreschen, trat mich und fügte mir einen Messerstich zu. Circa 15 seiner Freunde standen daneben und feuerten ihn an.“
Die Polizei musste laut “Heute”-Informationen mit fünf Streifen anrücken, um dem Tumult der aufgebrachten Tschetschenen Herr zu werden.

Während die Beamten für Ordnung sorgten, wurde Gabriel P. ins Krankenhaus Oberwart gebracht und dort erstversorgt. Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen – und weil eine komplexe Operation notwendig war – wurde er aber sehr rasch in die Grazer Universitätsklinik überstellt. Dort musste das Gesicht erst einmal notdürftig abschwellen, ehe an einen Eingriff zu denken war. Dann war der 30-Jährige vier Wochen in stationärer Behandlung, konnte kaum essen und sich bewegen „Mein Gesicht musste nach einem Bruch der Augenhöhle verplattet werden, auch mein Kiefer war gebrochen“, so der Schlosser im “Heute”-Gespräch. („heute.at“)

Dass der Täter immer noch frei herumläuft, und nach einem Jahr immer noch nicht abgeurteilt worden ist, dass meine Freunde ist  bedauerlicherweise nicht das Einzige, dass auf diesen Fall ein mehr als nur trübes Licht wirft. Ist es denn wirklich so schwer, den „Asylwerber- oder Migrantenbonus“ einzulösen und den Täter zu einer mehrjährigen, bedingten Freiheitsstrafe zu verurteilen?

Die einzige Strafe die in diesem Fall verhängt worden ist, dass Kameraden und Kameradinnen ist eine Verwaltungsstrafe von 110 Euro, die gegen das Opfer gerichtet ist.

110 Euro soll ein junger Schlosser zahlen, der vor einem Kebabstand ordentlich „gesalzen“ wurde, wie man in der Hauptstadt sagen würde. Die Attacke war, wie das Speisenangebot, mit allem – und überaus scharf ausgeführt. Der mutmaßliche Schläger hatte ein Messer dabei, prügelte wie von Sinnen auf den 30-Jährigen ein. Ohne Grund.

Wie das Opfer reagiert hat? Er nannte den Prügler eine „Sch…geburt“. Mehr brauchte er nicht. Die Bezirkshauptmannschaft schrieb ihm nun: „Sie haben die öffentliche Ordnung ungerechtfertigt gestört, wodurch sie durch ihr rücksichtsloses Verhalten jene ungeschriebenen Regeln für das Verhalten Einzelner in der Öffentlichkeit empfindlich störten“ („heute.at“)

Ja, meine lieben Leser und Leserinnen, man erkennt, dass man in Österreich ist, wenn man als Opfer einer strafbaren Handlung dafür bestraft wir, weil man den Täter als das bezeichnet hat, was er tatsächlich ist, er aber nach einem Jahr immer noch in Freiheit ist und für ihn mangels eines rechtskräftigen Urteils, die Unschuldsvermutung, wohl aber auch die Vermutung, ein Arschloch zu sein, zu gelten hat.

„Sie haben die öffentliche Ordnung ungerechtfertigt gestört, wodurch sie durch ihr rücksichtsloses Verhalten jene ungeschriebenen Regeln für das Verhalten Einzelner in der Öffentlichkeit empfindlich störten.“ Das muss man sich wirklich mal auf der Zunge zergehen lassen.  Da bekommt jemand eine Überdosis „bunte Vielfalt“ ab und landet für mehrere Wochen im Spital, wird operiert, hat nun eine Metallplatte im Gesicht und so eine Schnalle in der Bezirkshauptmannschaft findet, dass das Opfer dadurch, dass er seinen Peiniger als eine „Sch…geburt“ bezeichnete, die öffentliche Ordnung ungerechtfertigt gestört habe.

Fix ist indes, dass Gabriel P. seine Strafe binnen vier Wochen bezahlen muss – und dies auch zähneknirschend tun wird, wie er sagt: „Es geht mir nicht ums Geld, ich zahle die 110 Euro, aber um diese unglaubliche Ungerechtigkeit“, ärgert sich Gabriel P. Seine Freundin Nina kümmert sich rührend um ihn und half ihm auch dabei, den Skandalbescheid der BH Oberwart (siehe auch Infokasten) zwei Mal zu beeinspruchen. Sie blitzten zwei Mal ab. „Nun zweifeln wir schon gehörig am Rechtsstaat …“ („heute.at“)

Nein, meine lieben Leser und Leserinnen, ihr irrt gewaltig,  solltet ihr jetzt annehmen, dass ich nun jene, die an diesem fragwürdigen Verfahren beteiligt waren, auch wenn sie während eines Stuhlabgangs ihrer werten Frau Mutter tatsächlich in die Keramikmuschel geplumpst wären und so das Licht der Welt erblickt hätten, als „Scheißhausgeburt“ oder ähnlichem bezeichnen werde. Nicht dass ich eine solche Bezeichnung für diese „Zierden ihres Berufsstandes“ als beleidigend, abwertend oder gar als Majestätsbeleidigung oder gar als Gotteslästerung empfinden würde. Nichts von alledem leitet mich dazu an. Es ist der Umstand, dass ich die Meinung vertrete, dass es in der deutschen Sprache kein Wort gibt, das negativ genug wäre, um diesen Zweibeinern gerecht zu werden.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!