Und dabei sagt man, Radfahren sei so gesund

gezeichnet von der ArbeitEs hat wieder einmal einen Radfahrer erwischt. Eines jener Geschöpfe, die nichts Böses im Schilde führen sollen, und sich immer an die für sie geltenden Gesetze halten. Auch so dieses 43-jährige Prachtexemplar.

Nur gibt es leider unter uns Menschen immer welche, die für mich unverständlich, etwas gegen RadfahrerInnen haben und die bei jedem Anlass, schlecht über sie reden. So auch in diesem Fall.

Man unterstellt doch diesem durchaus ehrenwerten Zeitgenossen, der sich so aufopfernd für die Umwelt einsetzt, und sogar bei diesen niedrigen Temperaturen mit dem Fahrrad fährt, dass er betrunken war, als er gegen das Taxi knallte und sich seine Rübe etwas beschädigte, fast drei Promille soll er gehabt haben, unser kleiner Don Promillo.

Liebe Gesetzeshüter, bringt doch für dieses arme Hascherl etwas mehr Verständnis auf. Er hat sich doch nicht mit böser Absicht die Birne vollgeknallt. Unser pedaltretender Freund der Bäume tat dies doch nur, um sich gegen die Kälte zu schützen. Und das gerade die Vorweihnachtszeit ist, das ist doch auch nur ein dummer Zufall.

Und viele von uns werden sich jetzt fragen, warum ist er nicht zu Fuß nach Hause gegangen oder warum nahm er kein Taxi? Warum fuhr er dann nicht mit einem der vorhandenen öffentlichen Verkehrsmittel? Die sollen doch so hipp und so trendy sein?

Ein umweltbewusster Mensch,  der im Winter mit dem Fahrrad fährt, der geht doch nicht zu Fuß nach Hause oder setzt sich in ein Gefährt des Teufels, oder gar in ein Fahrzeug, dass mit Energie fährt, die womöglich durch Verbrennungskraft erzeugt worden ist, oder noch schlimmer, durch importierten Strom, der mit Hilfe von Atomkraft produziert worden ist.

In diesem Sinne, Freundschaft  Genossen!