Und der Verstand schwindet weiter

Verliebte KrötenJetzt schnappen sie endgültig über, unsere GenossInnen. Offenbar glauben jene, die von der Natur so sträflich vernachlässigten worden sind, dass der Wiener Schuldenberg immer noch zu niedrig ist, dass die Abgabenquote immer noch nicht voll ausgeschöpft ist.

Zumindest kann man zu diesem Schluss kommen, wenn man sich in der Online-Ausgabe des Standards, der Vereinszeitschrift von Österreichs denkbefreiten Zeitgenossen, den Artikel über die „Schwimmenden Gärten am Donaukanal“ zu Gemüte führt. Zugegeben, es sind ehrgeizige Pläne, die aber eine finanzkräftige, kompetente Stadtverwaltung voraussetzen und nicht eine Ansammlung von geistigen Grenzgängern, die nicht nur von ihrem Tätigkeitsbereich soviel Ahnung haben, wie ich von Kernphysik, sondern auch genauso liquide sind, wie ein Offizier zur Zeit der „Österreichisch-Ungarischen Monarchie“, am Ende der Ballsaison.

Damit liegen sie jedoch richtig, dass die Abgabenquote noch nicht völlig ausgeschöpft ist. Schließlich hat die Mehrheit von uns, trotz der eifrigen Bemühungen unserer Rathauskommunisten, zu mindestens einmal täglich, noch ein warmes Essen auf dem Tisch stehen und muss (noch) nicht den Horden von Berufsbettlern aus dem Osten, die wie Heuschrecken über Österreich herfallen, Konkurrenz machen. Und die Gemeindebauschlurfe können sich, wenn man einen Blick in die unzähligen, nikotinvernebelten 10–Quadratmeter-Abfüllstationen wirft, immer noch leisten, sich die tägliche Dosis von Kopfschmerzen anzusaufen. Also ist in der fiskalen Welt des Wieners alles in Ordnung.

Anstatt, ihre in Mitleidenschaft gezogenen geistigen Ressourcen darauf auszurichten, den Haushalt in Ordnung zu bringen und für alle Wiener, und nicht nur für die geistigen Grenzgänger, wie den Bobos und den Radfahrern, jenen Zeitgenossen, deren Bestreben es ist, möglichst gedankenlos und ich-bezogen, auf Kosten der Allgemeinheit durch das Leben zu torkeln, Politik zu machen, wollen unsere Unfälle der Natur, scheinbar mit noch mehr Geld, von noch mehr Idioten, die Stimmen kaufen.

Für Aufsehen sorgte die Ankündigung von Umweltstadträtin Ulli Sima, den Donaukanal teilweise zu überplatten. Auf Höhe des Szeneklubs Flex soll die Uferpromenade mittels dreier Platten mit der Mauer der Kaiserbadschleuse verbunden werden. Diese sollen mit Bepflanzungen begrünt werden. Zudem sind Liegemöglichkeiten, Sonnensegel sowie Aussichtsplattformen geplant.

Ein Rendering des Projekts liegt bereits vor. Näheres konnte Sima über diese “schwimmenden Gärten” nach Pariser Vorbild noch nicht sagen. Die Präsentation erfolgte vor genaueren Planungen und Projektansuchen, Fragen zu Baubeginn, Fertigstellung und Kosten konnte Sima noch nicht beantworten. …

… Erst vor zwei Tagen machte der STANDARD Pläne eines Gastronomen publik, der auf der gegenüberliegenden Seite des Donaukanals auf einer Grünfläche ein Gastro-Großprojekt inklusive Pavillon, Terrasse sowie Outdoor-Sitzplätzen mit Beach-Club verfolgt. Darauf angesprochen, ließen Vertreter der SPÖ auch Sympathien für dieses Projekt mit 800 Sitzplätzen durchklingen. “Wir sind grundsätzlich für die Errichtung von Gasthäusern”, antwortete Häupl mit einem Lächeln. “Aber wir bauen sie nicht selbst.” …  („derstandard.at“)

Na klar, dass unseren denkbefreiten Freunden im Rathaus die Idee mit den Gasthäusern gefällt. Einerseits ist ein „betäubter Wähler“, ein guter Wähler, man kann ihm jeden noch so großen Schwachsinn, als „smarte Innovation“ verkaufen. Und andererseits, naja, wir kennen ja unseren Michel und seine Bedürfnisse.

Seit Wiens Olympioniken der Dummheit von unserem kleinen Dicken den Persilschein erhalten haben, das Volk auszunehmen wie eine Weihnachtsgans, sind nicht nur unsere Brieftaschen und Sparbücher weniger gepolstert, sondern auch jene Flächen weniger geworden, an denen man ohne Konsumationszwang verweilen kann. Mit Hilfe von Steuergeld werden sogenannte Flaniermeilen und Zonen, die zum Verweilen einladen sollen, geschaffen, die scheinbar nur den Zweck haben, Wiens geldgiere Gewerbetreibende, dazu zu verleiten, öffentliche Flächen, die eigentlich für die Allgemeinheit bestimmt sind, überteuert  anzumieten und den geistigen Flachzangen, die es besonders „hipp“ finden, für einen Kaffee, fünf, zehn oder noch mehr Euro zu lassen, ihnen ihr mühsam ergaunertes oder erarbeitetes Geld aus der Tasche zu ziehen.

Egal, ob es sich letztendlich für den Gastwirt auszahlt, für teures Geld den Autofahrern den letzten freien Parkplatz zu rauben, oder in einer Fußgängerzone, jene Plätze zur Mangelware zu machen, an denen man noch frei von Konsumationszwang, verweilen kann, der große Gewinner ist die Stadtkassa, die in so manchem Wiener Bezirk, für die ein und selbe Fläche, mehrfach abkassiert, von den Autobesitzern über das Parkpickerl und von den Gewerbetreibenden für die Nutzung der öffentlichen Verkehrsfläche.

Wie lange müssen wir noch zuschauen, wie die sogenannten Volksvertreter, anstatt zum Wohle der Allgemeinheit zu handeln, ihr gesamtes Bestreben nur darauf ausrichten, abzukassieren und versuchen, ihren Platz am Futtertrog zu erhalten, um sich die Taschen auf möglichst einfache Art und Weise füllen zu können.

Unsere „Freunde“ aus den neuen Bruderländern, jene Kameraden, die den Gedanken des Kommunismus von der Theorie in die Praxis umgesetzt und in ihrer eigenen kleinen kriminellen Welt,  warum muss ich gerade jetzt an die „Grünen“ und die „Sozialdemokraten“ denken, das Privateigentum bei den Mitmenschen abgeschafft haben,  die verfügen wenigstens im Gegensatz zu unseren „Freunden des Volkes“, da sie ihre schädlichen Neigungen ganz offen und ehrlich ausleben, wenigstens über dass, was man, mit etwas Fantasie,  Charakter nennen könnte.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!