Und wieder hat es einen „Unschuldigen“ erwischt!

Wer von uns ist noch nie in die Scheiße getreten? Und ich meine es nicht im übertragenen Sinn. Die Rede ist von den unzähligen „Tretminen“, die auf Wiens Gehsteigen und zwischen den geparkten Autos gelegt werden. Die Gegend in der ich wohne, ist mit derartigen „Andenken“ in großer Zahl gesegnet.

Vor allem das Aussteigen aus dem Auto, wenn man vorher keinen Blick auf den Boden wirft, kann sehr teuer werden. Auf diese Weise habe ich in meinem Leben als Autofahrer schon so einige Schuhe vernichtet. Die Firma „Adidas“ möge mir diesen Frevel verzeihen.

Manchmal kommen in mir allerdings Zweifel auf, ob die braunen Haufen,  zu mindestens einige von ihnen, tatsächlich von Hunden verursacht worden sind. Auf Grund der Größe könnten sie durchaus auch von einem T-Rex gelegt worden sein.

Widmen wir uns nun wieder den üblichen Verdächtigen, die mit ihren Gehsteigbeschmutzern über Wiens Gehsteige torkeln und sich keinen Deut darum kümmern, wo ihre kleine Ratte oder ihr Blutpudel, seinen dampfenden Haufen abgelegt hat.

Aber die Gerechtigkeit schläft nicht, nicht immer. Zwei zivile „Spezialbeamte“, die Magistratsversionen von „Sunny“ Crockett und Ricardo Tubbs, fassten offenbar ihren gesamten Mut zusammen und stellten einen dieser Übeltäter mit gezückten Dienstmarken.

Da der vom Schicksal so gebeutelte Hundebesitzer, für den natürlich die Unschuldsvermutung gilt, weder ein Sackerl fürs  Gackerl, noch Geld bei sich hatte, bekam er die Rechnung per Post, 470 €. Eigentlich viel zu wenig, wenn man bedenkt, wie viel öffentliche Fläche durch verantwortungslose Hundebesitzer verunreinigt wird.

Natürlich wird dieser Hundebesitzer auf Grund des Zeitungsartikels eine Sonderbehandlung erfahren, so wie es im vorigen Jahr, im Falle einer Mindestrentnerin geschah, die sich den Luxus eines Hundes leistete, obwohl sie auch für zwei Kinder sorgepflichtig ist.

Und dieses Musterbeispiel eines Hundebesitzers hat sich auch noch geweigert hat, den Hundehaufen zu entfernen. Natürlich war auch noch ein Polizeieinsatz notwendig, da sich die gute Frau vorerst weigerte, ihre Daten bekannt zu geben. Jedenfalls wurde diese Frau für ihr „einsichtiges“ Verhalten auch noch belohnt, die Strafe wurde von 220.- Euro auf 50.- Euro reduziert. Soviel Glück soll einmal ein Autofahrer haben.