Ungerechtfertigt in Schubhaft?

Nach zehn Jahren Aufenthalt in Österreich soll ein Gambier abgeschoben werden. Kaum zu glauben. Der arme Mann sitzt seit Ende August. Was für ein Unrecht hat dieser bemitleidenswerte Mann getan, um dafür mehrere Monate in Schubhaft zu sitzen? Der Auslöser dürfte wohl seine Scheidung gewesen sein. Das spricht wohl eher für ihn, als gegen ihn.

Aber nun genug gescherzt. Haben wir vielleicht vergessen, etwas zu erwähnen? Es könnte doch mehr dahinter stecken als bloß eine Scheidung und eine dunkle Hautfarbe zu haben. Natürlich steckt etwas mehr dahinter. Der gute Mann soll wegen Suchtgiftdelikten und Körperverletzung verknackt worden sein, na so was. Ein Schwarzafrikaner, Körperverletzung und Drogendelikte, so etwas gibt es wirklich?

Und bei all der Armut und einer immer größer werdenden Anzahl von Menschen in Österreich, die armutsgefährdet sind, gibt es in Österreich auch noch Menschen, die offensichtlich viel mit dem Fahrrad unterwegs sind, und dabei öfters ungeschützten Bodenkontakt haben, und sich, ihrer Dummheit nicht bewusst, stolz auf die Schulter klopfen:

Am Freitag appellierten Unterstützer J.s an den Asylgerichtshof, dem Gambier aufschiebende Wirkung zu gewähren, und an die Wiener Ausländerbehörde MA 35, seinem – zweiten – Antrag auf humanitären Aufenthalt doch noch Folge zu leisten. (Zitat: „derstandard.at“)

Einmal wegen Suchtgift verknackt zu werden, kann Pech sein, zur falschen Zeit am falschen Ort, ein zweites Mal spricht dagegen für extreme Dummheit, und ein drittes Mal, dafür gibt es eben eine Reise in die Heimat. Und wieder ein Punkt für Österreich.

Dazu kann man nur sagen: „Guten Flug“.