Unser „Held“ aus dem Gemeindebau

Obwohl ich schon so einige Jährchen auf dem Buckel habe, überrascht es mich immer wieder, welche „Hochdenker“ es schaffen, mit Hilfe des Fernsehens über einen solchen Bekanntheitsgrad zu verfügen, wie unser guter Markus „Maxl“ B., eine der größten „Leuchten“, die unser Fernsehen je hervor gebracht hat.

Er hat es sogar geschafft, unseren „Hans Wurst“, jenes Medienprodukt zu toppen, für dass es schon zu einem Problem wird, zu entscheiden, ob es zum Damen- oder Herrnfriseur gehen soll.

Und unser „Maxl“, das Idol von Wiens Gemeindebaurauschkugeln, für den natürlich die Dummheits- und Unschuldsvermutung gilt, der es im realen Leben wohl nicht weiter bringen wird, als in der Serie dargestellt, hat seiner Fangemeinde so richtig nachhaltig gezeigt, was für ein kluger, smarter Kerl er im wahren Leben doch ist.

Laut einem Bericht von „Heute“, Online-Version, posierte unser Vorzeigewiener, auf Facebook, mit einem Gesichtsausdruck, der wohl die Bedeutsamkeit, die hohe Wertigkeit seiner Handlung unterstützen sollte, die rechte Hand zum „Deutschen Gruß“ erhoben. In Wahrheit wirkte er aber nur wie das Ergebnis einer verbotenen Liebesbeziehung, des zwischen Mensch und Orang-Utan  vollzogenen Geschlechtsaktes.

In der ATV-Doku-Soap “Wir leben im Gemeindebau” wurde Markus “Maxl” B. als geistiger Einzeller zur Kultfigur. Auf Facebook zeigte er auch politisches Null-Niveau. Ein Ex-Fan schaltete die Polizei ein.
In der Endlos-Serie “Wir leben im Gemeindebau” klopft der “Maxl aus Simmering” derbe Sprüche und hat im Stammbeisel einen Meldezettel. Wer sich mit ihm dort auf Augenhöhe unterhalten möchte, legt sich am besten auf den Bauch. In der ATV-Doku-Soap wurde Markus “Maxl” B. (30) durch schlichte Mittel rasch populär.
Aber der Aufstieg stieg dem TV-Promi wohl zu Kopf: Er spekulierte damit, Politiker zu werden, forderte “Weg mit der Alkoholsteuer” und “Ka Zech fürs Blech”. Der Quereinstieg klappte nicht – zum Glück. Denn auf Facebook zeigte sich “Maxl” vor Kurzem seinen 2.500 Freunden dort auf mehreren Fotos mit Hitler-Gruß und schrieb dazu: “Rechte Hand fürs Vaterland.” („heute.at“)

Der Text, „Rechte Hand fürs Vaterland“ und dann auch noch dieses Foto. Na, wenn das nicht wirklich den Tatbestand der Widerbetätigung erfüllen sollte, dann ist es um unsere Justiz wirklich nicht gut bestellt.

Für unseren Helden aus dem Gemeindebau gilt ja bekanntlich nicht nur die Unschuldsvermutung, sondern er verfügt ja zudem auch noch über den berühmten „Promibonus“, der ihn sicher vor dem Allerschlimmsten bewahren wird.

Abgesehen von seinem Bonus. Er hat es doch nicht so gemeint wie es herüber kommt. Und höchstwahrscheinlich verfügt er auch über gar keine Verbindung zur „Rechten Szene“. Letztendlich wird sich sogar herausstellen, dass er ein aufrechter, untadeliger Sozialdemokrat ist und er ein, in die Parteistruktur fest integrierter Bestandteil ist. Einen Klaps auf die Finger wird er vielleicht bekommen, für sein etwas ungeschicktes Verhalten, unser überaus ehrenwerter Mitbürger. Und das war’s dann auch schon.

— UPDATE —

Natürlich fand der „ehrenwerte Maxl B.“ diese Berichterstattung nicht erbaulich, schließlich ist er doch ein Star. Die Folge war, dass der Originalartikel auf „heute.at“, der uns das wahre Genie unseres Fernsehstars offenbarte, im digitalen Papierkorb landete. Doch „Maxl B.“ schaffte es scheinbar nicht, still und bescheiden seine seine große Begabung zu leben, er musste wieder mit seinen intellektuellen Fähigkeiten prahlen: Per Mail drohte er mit Anwalt und schrieb: „Ich bitte sie hir mit … den Beitrag sofort zu löschen. Befor ich weiter Schritte gehe.“ („heute.at“)

Link zu TV-Promi nach Hitler-Gruß auf Facebook angezeigt

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!