Unter Generalverdacht

Wiens „Feind & Helfer“  hat es wieder einmal geschafft, sich einen Platz in der lokalen Berichterstattung zu erkämpfen. Diesmal ist es nicht ein aus der Kälte gerettetes Kätzchen oder ein süßer Hundewelpe den man in der Dienstmütze den Medien präsentiert oder gar ein frecher Kerl, der durch lautstarkes rülpsen das konsumierte Kebab bewertet, mit dem man sich der Öffentlichkeit präsentiert. Diesmal outet man sich als devoter treuer Diener von Wiens Bolschewikenpartie und unterstützt hündisch ergeben auf etwas eigenwillige Art die rot-grünen „Freunde“ des Volkes bei einem ihrer teuren „Prestigeprojekte“.

Wegen der Umbauarbeiten ist die Neubaugasse für den Verkehr gesperrt, Anrainer dürfen zufahren. Weil diese aber für die Polizei nicht erkennbar sind, wird sicherheitshalber jeder gestraft. („heute.at“)

Nicht schlecht Frau Specht. Unsere tapferen Kämpfer für (Un)recht und Ordnung sind also nicht in der Lage, zu erkennen, ob ein Autofahrer zur Zufahrt in die Neubaugasse berechtigt ist oder nicht und zeigen trotz dieses Unwissens, trotz des fehlenden objektiven Tatverdachts an was das Zeug hält?

Warum also die Strafe? Die Beamten könnten nur erkennen, wenn Fahrzeuge in die Neubaugasse einfahren. Nicht aber, ob diese als Anrainer oder Unternehmer auch dazu berechtigt seien. “Das Anhalten der Verkehrsteilnehmer, auch wenn es nur fünf Minuten dauert, würde schnell zu einem Stau führen”, so eine Polizeisprecherin. Daher werde erst einmal auf Verdacht gestraft. Lenker, die aber rechtens in die Neubaugasse einfahren, sollten die Strafe nicht gleich bezahlen, sondern die Lenkererhebung abwarten. Die könne man dann beeinspruchen. („heute.at“)

Sind sie nicht herzallerliebst, diese auf dem Niveau der Wiener Parksheriffs agierenden Hilfskräfte der Wiener Stadtverwaltung: Lenker, die aber rechtens in die Neubaugasse einfahren, sollten die Strafe nicht gleich bezahlen, sondern die Lenkererhebung abwarten. Die könne man dann beeinspruchen.

Was kommt als nächstes? Werden nun all die in Wien montierten Radarkameras gegen Fotoapparate ausgetauscht und jedes vorbeifahrende Auto fotografiert und wegen Überschreitung der erlaubten Höchstgeschwindigkeit angezeigt? Man kann ja die Strafe beeinspruchen.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!