Verbale Flatulenzen aus Luxemburg

Der EuGH hat das Deutsche Autobahnmautsystem gekippt. Österreichs Politiker hatten also Erfolg mit ihrer Klage. Wer sind die Gewinner und wer sind die Verlierer? Was wäre die Konsequenz gewesen, hätte man anders entschieden?

Eines ist gewiss, hätte man anders entscheiden, wären die Österreichischen Autofahrer nicht wirklich unter den Gewinnern gewesen, denn in Österreich ist es nicht Usus, den Autofahrern etwas Gutes angedeihen zu lassen, schließlich verkörpern sie in den Wahnvorstellungen unserer Bessermenschen mit den begrünten, aber sonst leeren Gehirnen, das personifizierte Böse, dem weder etwas geschenkt werden darf, noch das es in irgend einer Weise profitieren darf.

Ja, meine Freude, unsere damalige Regierung hätte, wäre das deutsche Autobahnmautmodell  von Europas juristischen Genies legalisiert worden, mit Sicherheit nicht das deutsche System übernommen. Selbst unter der Nachfolgeregierung war nicht geplant, den Autofahrern in Österreich eine finanzielle Erleichterung zu verschaffen.

Man hatte angedacht, stattdessen deutsche Studenten  als Ausgleich für diesen für diesen Mautfrevel mit Studiengebühren zu belasten.  Ja, das wäre unserer Regierung wirklich würdig gewesen, den Österreichischen Autofahrern, die Gefahr laufen in Mama Ferkels DDR abgezockt zu werden, anstatt sie finanziell etwas zu entlasten,  sich an den deutschen Studenten zu vergreifen.

Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) hält nichts von der Idee von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ), eine etwaige Benachteiligung österreichischer Autofahrer durch eine deutsche Autobahnmaut mit einer ähnlichen Maßnahme Österreichs auch über Studiengebühren zu beantworten. “Nicht alles, was hinkt, ist ein Vergleich”, sagt Faßmann in einem Interview für die Mittwoch-Ausgabe der “Kleinen Zeitung”. („diepresse.com“)

Und so lange für dieses gegen Ausländer gerichtete Abzocksystem  kein adäquater Ersatz gefunden wird sind deutsche Studenten und Autofahrer die großen Gewinner. Es ist aber nur eine Frage der Zeit, bis der politische Auswurf Deutschlands eine neue Methode erarbeitet hat, um an das Geld der Autofahrer zu gelangen. Und die Firma Kapsch, naja, die wird sicher eine Möglichkeit finden, sich wegen des vorläufig geplatzten Geschäfts, finanziell gesehen, schadlos zu halten. Sollte nun durch das Urteil das Tor für die kilometerabhängige Straßenmaut geöffnet worden sein oder ein anderes System kommen, wird Kapsch wohl wieder der große Gewinner sein, und wir österreichischen Autofahrer werden uns höchstwahrscheinlich  einen blutigen Arsch hohlen.  

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!