Von Nudelaugen und Nudelsieben

I bin dumm, du bist dumm .Unnötigerweise hat sich wieder unser kleiner Dicker in der SPÖ-Postille „Österreich“ zu Wort gemeldet. Musste das sein. Er sollte sich lieber auf das beschränken, dass er kann, nichts tun und den Mund halten. Na gut, das war etwas hart formuliert.

Etwas kann er doch, bei Weinlesen dümmlich in die Kamera grinsen. Und dafür wird er auch noch bezahlt? Den Seinen gibt’s der Herr offenbar wirklich im Schlaf.

Anstatt die Vorteile seines Jobs zu genießen, das Geld einzusacken und das Maul zu halten, viele Wiener wären ihm dafür dankbar, reißt er seine Futterluke auf und lästert wie gewohnt über die FPÖ. Womit könnte er sonst noch versuchen, im bevorstehenden Wahlkampf zu punkten? Mit den  regelmäßigen Abgabenerhöhungen? Einer verfehlten Verkehrspolitik? Mit den unzuverlässigen und nicht gerade sicheren Verkehrsmitteln? Mit der hohen Arbeitslosigkeit? Mit der immer größer werdenden Armut?

Ich zweifle allerdings nicht daran, dass er es nächstes Jahr wieder schaffen wird, seiner Partei den Platz am Futtertrog zu sichern. Höchstwahrscheinlich wird es einen dritten, vermutlich einen rosa eingefärbten Gast, am großen Futtertrog geben.

Nicht dass ich einer bin, der die NEOS wählen würde. Ich finde nur, dass sie wunderbar zu rot-grün passen. Sie wären sogar die ideale Ergänzung und könnten sicher großartiges leisten. Vielleicht wird das Nudelsieb sogar eine allgemein akzeptierte Kopfbedeckung.

Die FPÖ ist laut Häupl schlicht eine rechtspopulistische Partei, die “grundsätzlich gegen alles” sei, was die Stadtregierung mache – egal, ob sie es selbst vorher gefordert habe oder nicht. Sie hetze Leute gegeneinander auf und schlage aus Ängsten Kapital: “Das ist alles nicht meine Welt, das ist nicht die Welt des Humanismus der Sozialdemokratie.” („oe24.at“)

Es wird seinen Grund haben, warum die FPÖ gegen „alles“ ist was die Wiener Stadtregierung macht. Und es mag auch sein, dass die FPÖ aus der Angst Kapital schlägt.  Nur darf man nicht vergessen, wer die Angst erzeugt, wer für diese Angst letztendlich verantwortlich ist.

Michael Häupls Furcht ist schließlich nicht unbegründet. Einem jeden, der nicht nur „kostenlose U-Bahnzeitungen“ oder den „Falter für Maturanten“, den Standard liest, werden sich die Gründe für diese Angst erschließen.

Häupl will Absolute zurück. Die SPÖ habe sich zum Ziel gesetzt, die absolute Mandatsmehrheit wieder zu erringen. Ein solch “äußerst ambitioniertes” Vorhaben mache es notwendig, sich mit jenen auseinanderzusetzen, die die Stadt nur schlecht machen wollten: “Manchmal, wenn ich den Freiheitlichen zuhöre, frage ich mich, über welche Stadt die reden. Wien kann es nicht sein.” Man werde sich damit auseinandersetzen, was FPÖ-Politiker in Regierungsverantwortung getan hätten: “Die Zeit des lupenreinen Populismus und der unverhohlenen Kritik ist vorbei. Man weiß, was Freiheitliche machen, wenn sie in Regierungen sitzen. Ganz Kärnten leidet heute noch unter dem, was dort eine blaue Regierung angestellt hat.” („oe24.at“)

Michael Häupl will die absolute Mehrheit. Und ich will den Weltfrieden und 20 Millionen Euro auf meinem Konto.

Ganz Kärnten leidet heute noch unter dem, was dort eine blaue Regierung angestellt hat? Und was ist mit Wien? Hatte Michael Häupl nicht gerade sein 20-jähriges Jubiläum gefeiert? Als ob das etwas ist, das man feiern sollte.

„Manchmal, wenn ich den Freiheitlichen zuhöre, frage ich mich, über welche Stadt die reden. Wien kann es nicht sein.“ Der war wirklich gut. Was wirft der Michel ein? Ich möchte auch was davon. Und zwar möglichst viel. Und natürlich kostenlos.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!