Werner und Gerald, zwei Patrioten

I love WladimirGerald Klug und Werner Faymann, das sind mit Sicherheit zwei Politiker, denen das Wohl der Österreicher sehr am Herzen liegt.

Gerald Klug liebt seine Österreicher so sehr, dass er sogar mit der NSA kollaboriert und trotz heftiger Kritik, den Mantel der Verschleierung, über jene Rolle, die Österreich in der Bespitzelung der Weltbevölkerung spielt, legt. Und all das nur, damit sich Herr und Frau Österreicher wohler und sicherer fühlen. Schließlich gilt es, den bösen Terrorismus zu bekämpfen und nicht wie so manche „Bösmenschen“ behaupten, die marode Amerikanische Wirtschaft zu sanieren. Es wurde sogar von Wirtschaftsspionage in Zusammenhang mit der NSA-Spitzelei gesprochen. Kaum zu glauben. Es gibt doch böse Menschen.

Und unser lieber Werner Faymann, keinen Deut schlechter als unser patriotischer Verteidigungs- und Sportminister. Er liebt Österreich mit Sicherheit genauso intensiv wie Gerald Klug. Das hat uns unser Werner bereits im Wahlkampf 2012 dadurch gezeigt, wie intensiv er sich für den Erhalt von Arbeitsplätzen und einer umfangreichen Senkung der Steuerlast eingesetzt hat. Und er hat auch auf wundersame Art und Weise das nicht existierende Budgetdefizit beträchtlich gesenkt.

Leider zählt unser grauhaariger dauergrinsender Bundeskanzler mit der Föhnfrisur zu Österreichs größten Pechvögeln. Für das Platzen seiner Träume kann man unserem Kanzler selbstverständlich keinen Vorwurf machen, schließlich konnte er nicht damit rechnen, dass sich die Wirtschaftslage derart verschlechtern wird, so dass es anstatt zu einer Verringerung der Arbeitslosigkeit, zu einem weiteren Ansteigen kommt. Mittlerweile sind fast 430.000 Menschen in Österreich ohne Arbeit.

Natürlich trifft Genosse Werner auch kein Verschulden an der geplatzten Steuerreform. So wie ich ihn einschätze, würde er gerne, als aufrechter und ehrlicher Sozialdemokrat, sein Versprechen einhalten, aber es schlug leider wieder das Schicksal, diesmal in Gestalt des Finanzministers zu, der bezüglich der geplatzten Steuerreform in einer sonntäglichen „Pressestunde“ meinte: „ … aber man kann nicht jedes Wort auf die Goldwaage legen …!“

Und da unsere beiden Helden für mehr Demokratie und mehr Menschenrechte eintreten, nehmen sie, trotz aller Kritik an ihrem Vorhaben, die unglaublichen Strapazen und Risiken auf sich, um Genosse Putin wieder auf den Pfad der Tugend zurückzuführen. Sie reisen nach Sotschi.

ÖSTERREICH: Die Mehrheit will den Politboykott. Warum fahren Sie trotzdem hin?
Gerald Klug: Ich war von Anfang an gegen einen Boykott. Das Problem hat ja mehrere Ebenen: Ich fahre als Sportminister nach Sotschi aus Respekt vor den Leistungen unserer Sportlerinnen und Sportler, die sich lang vorbereitet haben und viele Entbehrungen in Kauf genommen haben.

ÖSTERREICH: Und die politische Ebene?
Gerald Klug: Ich habe immer klar gesagt, dass Rechte von Minderheiten und Menschenrechte generell zu achten sind. Wir werden das auch zum Ausdruck bringen.

ÖSTERREICH: Sie wollen also in Sotschi selbst die Missstände ansprechen?
Gerald Klug: Mein Ziel ist es, das zu tun. Natürlich immer in Absprache mit dem Außenministerium. (Zitat: „oe24.at“)

Natürlich werden die beiden Wladimir Putin auf die herrschenden Missstände ansprechen. Eine gute Gelegenheit würde sich da sicher bei all den Luxusbüffets ergeben, zwischen Belugakaviar und gut gekühltem Dom Pérignon. Ich kann mir gut vorstellen, wie das Gespräch ablaufen wird:

Werner (versucht Autorität auszustrahlen): „Auf ein Wort unter Staatsmännern!“

Wladimir (etwas gereizt zu seinem Adjutanten): „Wer ist das?“

Adjutant (trocken): „Keine Ahnung“

Werner (mit weinerlicher Stimme): „Bitte ned aussewerfen, i bin eh scho gusch.“

Wladimir: „Sicherheitsdienst !!!“

Und schon sitzen Werner und Gerald in einer Lissunow Li-2 auf ein paar Holzkisten und sind auf dem Weg in die rot-weiß-rote Heimat wo sie voller Stolz von ihren Abenteuern im Mutterland der Sozialdemokratie berichten werden. 🙂