Wieder nur ein bedauerlicher Einzelfall

Sechs Jugendlichen wird der Prozess gemacht. Ein Schöffensenat soll über sie richten. Was haben diese armen Kinder nur gemacht, dass man sie so hart ins Gebet nimmt?

Eigentlich nichts Schlimmes. Übermütig wie man in diesem Alter nun mal ist, hat man sich an dem Eigentum Gleichaltriger vergriffen. So lautet jedenfalls die Anklage. Als Argumentationshilfe soll man sich dabei diverser erprobter Hilfsmittel wie Messer und Gaspistole bedient haben. Nicht zu vergessen, die altbewährten Faustschläge und die in diesem Milieu üblichen Wortspiele, die von etwas sensiblen Gemütern als Drohung verstanden werden, sollen auch im Spiel gewesen sein.

… Fünf der Jugendlichen, maximal 17 Jahre alt, sind arbeitslos, einer macht eine Lehre. Der ist der einzige Vorbestrafte – zweimal bekam er bedingte Strafen wegen Raubes. In wechselnder Besetzung soll das Sextett zwischen Ende 2013 und März 2014 mehr als 20 Gleichaltrige ausgeraubt haben. …

… Er fuhr immer wieder nach Wien. Wo er schon zwischen vergangenem Oktober und dem Jahresende 30 Handys geraubt haben soll, wie er sagt. …

… Er saß sechs Wochen in U-Haft, zwei Tage nach der Entlassung machte er weiter. In einem Fall beging die Gruppe zwischen 1.25 Uhr und kurz nach zwei eine Körperverletzung, einen Raubversuch und einen Raub. … (Zitat: „standard.at“)

Natürlich gilt für unsere „Helden“ die Unschuldsvermutung, jedenfalls solange bis ihnen, selbstverständlich nur sanft, man will ihnen ja keinen seelischen Schaden zufügen, auf die Finger geklopft worden ist.

In diesem Sinne: Freundschaft Genossen!