Willkommen im Neuen Jahr!

Und wieder ist ein Jahr vorüber, und wieder sind wir jenem Zeitpunkt einen Schritt näher gekommen, wo entschieden werden wird, ob es mit dem Aufzug abwärts geht, oder aufwärts. Für die meisten die sich meine Aufmerksamkeit verdient haben, wird’s dann wohl abwärts gehen, dorthin wo die Schlimmsten der Schlimmsten die Ehre bekommen, des Teufels Dreizack auf Hochglanz zu polieren, auf die biologische Art, rektal und gänzlich frei von Zusatzstoffen wie Gleitcreme oder Gleitgel.

Diesmal ist nicht irgend ein Jahr zu Ende gegangen, sondern das erste Jahr mit unserer neuen Regierung, von der sich so mancher von uns mehr versprochen hat, als diese bereit ist zu liefern. Unsere schwarz-blauen „Freunde“ habe zwar einiges geschafft, wozu der rot-schwarze Vorgänger scheinbar nicht in der Lage gewesen ist, es wurden ein paar Einsparungen vorgenommen, und es wurden auch mehr „Heimreisetickets“ wie früher vergeben.

Nur stimmt die Leistungsbilanz nicht mit jenem Gebrüll überein, dass im Wahlkampf so lautstark aus blauen Mündern herausgequollen ist.

Dass teilweise recht gute Arbeit geleistet wird, vor allem auf Seiten der FPÖ, die ÖVP glänzt mehr oder weniger durch vornehme Zurückhaltung oder anders formuliert, durch Pipifax, kann man nicht wegdiskutieren, der verbale Amoklauf der VLÖ (Vereinigte Linke Österreich) und deren, mangels vorhandener nachvollziehbarer Gegenargumente, Werfen mit Dreck legt ein bescheidenes, aber dennoch positives Zeugnis für den Schaffensprozess unserer Regierung ab.

Allerdings besteht kein Grund für Jubelorgien, denn das Positive, mit dem wir „beglückt“ werden, hält sich ungefähr die Waage mit den weniger glücklichen „Errungenschaften“. Zudem haben unsere „schwarz-blauen Freunde“ so wie es scheint zu den Volksbegehren den gleichen Zugang wie ihre Vorgänger.

Der Nichtraucherschutz wurde zu Grabe getragen, mit abschließenden gemeinschaftlichen urinieren auf seine letzte Ruhestätte,  und die GIS-Gebühr, über die werden unsere Enkel noch fluchen, die gibt es immer noch und eine ersatzlose Abschaffung ist auch nicht in Sicht, und der Oppositionsfunk, naja, der verarscht uns weiter mit seiner „neutralen Berichterstattung“, nicht zu vergessen das Frauenvolksbegehren, Österreichs Kampflesben, Suffragetten und all die anderen Frustschnepfen, von denen so manche nicht einmal als „abschreckendes Beispiel“  zu gebrauchen ist, die werden sich noch in hunderten von Jahren in den Schlaf weinen und jeden, der es nicht hören will, ihr Leid klagen und am Todestag von Walpurga Pimpernella, die den, durch die Energie der Bewegung sich aufladenden Vibrator erfunden hat, werden sie an ihrer letzten Ruhestätte angesichts ihrer Leistung für die sexuelle Unabhängigkeit und Selbstbestimmung der Frau gedenken.

Wenigstens werden wir von Norbert Hofer reich beschenkt. Dank dieses braven autofahrerfreundlichen Kerls wurde auf einem Autobahnabschnitt testweise das Geschwindigkeitslimit von 130 auf sagenhafte 140 km/h erhöht, das jedem Autofahrer gleichviel Nutzen bringen wird, wie das Parkraumbewirtschaftungssystem in Wien, nicht zu vergessen das Rechtsabbiegen bei Rotlicht, das er uns schenken möchte.

In Linz und in Wels, da soll bereits ein entsprechender Test stattfinden. Ich finde dass diese beiden Orte taktisch gut gewählt sind. Wäre etwa Wien für einen solchen Test auserkoren, naja, dann würde das Ergebnis wohl nicht allzu positiv ausfallen, schließlich ist der Wiener Autofahrers nicht gerade für seine Flexibilität bekannt, und dann gibt es noch die Vertreter der bunten Vielfalt, jene, die mit ihrer blau-weißen Penisverlängerung aus Bayern und einer Flagge mit dem Halbmond auf dem Rückspiegel hängend, den motorisierten Fahrzeugverkehr in Wien prägen, die sind ja auch nicht gerade für ihre Disziplin im Straßenverkehr bekannt.

Und in Wien hat sich auch so manches ereignet, dass unsere „Freunde“ von ÖVP und SPÖ nicht gerade in einem guten Licht erscheinen lassen.

Nicht nur der Skandal um den Bau des „Krankenhaus Nord“ samt seinem „energetischen“ Schutzschild für 95.000 Euro brachte etwas Kurzweil in unser tristes Dasein, es gab da noch so eine Peinlichkeit, die mir immer wieder ein Lächeln in mein Gesicht zaubert, mit der sich Wiens Primatenmischlinge unwiderruflich als das geoutet haben, was sie in Wahrheit sind, und das sie nicht gerade mit besonders viel Erfolg verbergen können.

Wiens blaugekleidete Sondereinsatztruppe zur Bekämpfung der Straßenkriminalität, die entpuppte sich, man glaubt es kaum, als „a bisserl korrupt“. Für alle Beteiligten gilt natürlich so lange die Unschuldsvermutung, bis nicht ein Gericht ihre Unschuld festgestellt, sondern der Vorsitzende des Zentralkomitees in Einvernehmen mit dem Gremium des politischen Offiziers sie von allen Vorwürfen freigesprochen hat, denn schließlich ist diese „an die Öffentlichkeit gedrungene Ungeschicklichkeit“ nichts, was die Justiz zu regeln, zu ahnden hat, schließlich genießen die Betroffenen „Immunität“, den Schutz der „Partei“ und sie sind letztendlich allesamt ja auch untadelige Sozialdemokraten mit einem antifaschistischen Wertemodell, die ihr Leben dem Kampf für ein schönes, besseres Wien gewidmet haben.

Man wird sie sicherlich maßregeln für ihre Tollpatschigkeit, sie vermutlich hundert Mal schreiben lassen: „Ich darf mich nicht erwischen lassen!“ Und nach einer ehrlich gemeinten Entschuldigung ist alles vergessen, und sie dürfen wieder mithelfen das „unsagbar Böse auf Wiens Straßen“ zu bekämpfen.

Apropos Parkraumbewirtschaftung. Da gibt es noch etwas dass unsere „Freunde“  im Wiener Rathaus als Ausbund an Verkommenheit outet.

Blicken wir ein paar Jahre zurück, da haben jene, die man heute nur mehr als finanziellen Abschreibposten wahrnimmt für ihre Klientel die sogenannten „Anrainerparkplätze“ geschaffen, um sie bei der Parkplatzsuche zu entlasten, sie von dem dabei entstehenden Druck zu befreien.

Im Zuge der Umsetzung dieses Geschenks erkannte man gleich zu Beginn, dass da wieder etwas auf die Autofahrer zukam, dass Geld, viel Geld, sehr viel Geld,  in die marode Stadtkassa spülen sollte. Die für die Bewohner des jeweiligen Bezirkes „reservierten“ Parkplätze waren auf eine Weise gekennzeichnet, so dass anfangs unzählige Autofahrer in die „Parkplatzfalle“ tappten um dann von den blaugekleideten Magistratsschweinchen wie die berühmte Weihnachtsgans ausgenommen zu werden.

Nachdem sich der Wiener Autofahrer an diese „fiskalen Minenfelder“ gewöhnt hatten, zog neues Unheil am Horizont auf. Das griechische Übel, das Kind ihres Vaters, des Fürsten der Finsternis, erschuf in ihrer Niedertracht erneut nachteiliges zu Lasten der autofahrenden Bewohner der „Parkpickerlbezirke“.

Wiens grünen Basilisk verarschte, wie es sich später herausstellte, auf ziemlich dreiste Art die Wiener Autofahrer, nicht gerade überraschend. Die Anrainerparkplätze sollten tagsüber für alle Autofahrer geöffnet werden und nur zwischen 16:00 und 08:00 Uhr, für Anrainer mit Parkpickerl des jeweiligen Bezirks reserviert sein.

Natürlich war das gequirlte Scheiße, was die Alte da in die Welt hinauspfurzte, denn die reservierten Parklätze wurden tagsüber nur für einige ausgewählte Gewerbe geöffnet. Doppelter Verrat also. Einmal an den Bewohnern der betroffenen Bezirke, für die wurden ja einst diese Parklätze geschaffen und an allen anderen Autofahrern, denen auch die Nutzung zugesichert worden war.

Auch bei der Wiener ÖVP, da hat sich einiges getan. Da scheint man sich darauf vorzubereiten um nach der nächsten Wahl in Wien für den höchstwahrscheinlich freiwerdenden Platz im roten Rektum in die engere Auswahl zu kommen.

Als sich Wiens Bolschewikenpack daran machte auch aus Döbling eine dieser autofahrerfeindlichen Abzockzonen zu machen, entschied man sich bei der Bezirks-ÖVP, anstatt für die Autofahrer einzutreten „mit dem Feind des Volkes“ zu fraternisieren und richtete sich in deren Rektum häuslich ein.

Die aussagekräftigste verbale Flatulenz des Jahres kam aber aus der grünen Ecke, nicht etwa von Birgit Hebein, dem neuen Vorsitzenden des Zentralkomitees der Wiener Grün*Innen, sondern von Alev Korun, die gewährte uns einfachem Volk einen kleinen Einblick in ihre Gedankenwelt.

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!