Zurück in die Steinzeit

So wie es scheint, geht die Hetzjagd auf die Autofahrer weiter. Diesmal ist es nicht der politische Auswurf, der linksexkremente Rand der Gesellschaft, die grünen, pinken und roten Hofnarren, diesmal ist es das „Umweltbundesamt“, das seinen Beitrag dazu liefert. „Umweltbundesamt“? Eine Behörde? Keineswegs. Der Name soll vermutlich nur dem Produkt, das hier verkauft wird, eine gewisse Bedeutung, einen bestimmten Wert zukommen lassen.

Sie selbst bezeichnen sich als „Österreichs größte ExpertInnen-Organisation für die Umwelt“, was an sich schon alles über diese „-Innen“ mit einer ausgeprägten Affinität zum sich-selbst-auf-die-Schulter-klopfen aussagt. Und erst der Eigentümer dieser Firma, dessen Person rundet die Bewertung so richtig ab.

Versuchen wir mal, nur des spaßeshalber, dieses Konglomerat von Amigos, diese Ansammlung von „verantwortungsbewussten Menschen“ und das was sie produzieren, etwas ernster zu nehmen als man sollte.

Eine Studie des Umweltbundesamts präsentiert effiziente Maßnahmen gegen das klimaschädliche CO2. Darunter ein Tempolimit und eine Erhöhung der Mineralölsteuer.

Nicht Tempo 130 und schon gar nicht 140, wie es derzeit getestet wird: Tempo 100 wird in einer neuen Studie des Umweltbundesamts als rasche, effiziente und billige Maßnahme im Kampf gegen das klimaschädliche CO2 gepriesen. Aber, wie auch die Autoren anmerken: Die Akzeptanz in der Bevölkerung fehlt. („heute.at“)

Natürlich fehlt die Akzeptanz der Bevölkerung. Schließlich sind die Rauchschwaden der Industrie und die Abgase der Lastwagen und Sattelschlepper nicht unsichtbar, vor allem nicht geruchlos.

Billig, das trifft die verbalen Pfürze des „Umweltbundesamtes“ in der Tat am Zutreffendsten. Nichts ist einfacher, erfolgversprechender, als den dummen Michel zur Kassa zu bitten, ihn die Rechnung bezahlen zu lassen.

Es ist ja kein Geheimnis, dass, sich mit den wirklich großen Umweltverschmutzern anzulegen bedeutet, sich mit der Industrie, den Transportflottenbesitzern, den an Ischias Erkrankten in Brüssel anzulegen und natürlich auch mit unserer wunderbaren türkisen Wirtschaftspartei, was an sich ein gewisses Maß an Rückgrat und Charakterstärke erfordern würde.

Und hier ein kleiner Auszug jener geistigen Flatulenzen mit denen diese Genies versuchen, die eigene Existenz, ihr armseliges Dasein, zu rechtfertigen:

Citymaut, zum Beispiel 2 Euro pro Einfahrt in einen bestimmten Bereich (etwa in Wien innerhalb des Gürtels). Elektroautos wären davon ausgenommen.

Die Erhöhung der Mineralölsteuer, zum Beispiel um 8,5 Cent: Das würde laut Studie die derzeit durchschnittlichen Spritkosten pro Haushalt von 103 auf 112 Euro pro Monat erhöhen.

Die Erhöhung der motorbezogenen Versicherungssteuer etwa um 50 Prozent würde die Kosten pro Haushalt und Monat von 33 auf 50 Euro („heute.at“)

Wie wäre es damit, meine kleinen unnützen Kriecher, wenn es keine L(uxus)limousinen mehr für Politiker*Innen gäbe, ein Taxi ist gut genug für euch. Und wenn ihr wirklich etwas für die Umwelt leisten wollt, dann schränkt nicht nur eure verbalen Flatulenzen ein, sondern benutzt zur Fortbewegung entweder ein Fahrrad oder einen dieser Tretroller, der einem Erwachsenen seine Würde nimmt.

Und jene, die trotz ihrer Liebe zur Umwelt, die Bequemlichkeit eines Autos nicht vermissen wollen, die werden eben auf eine dieser steinzeitlichen anmutenden Limousinen mit einem „Geröllheimer-Feuerstein-Antrieb“ zurückgreifen müssen – yabadabadoo!

In diesem Sinne, Freundschaft Genossen!